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Teltow-Fläming Wunderbar natürlich
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00:34 22.08.2015
Blumenkinder aus der Groß Zieschter Kneipp-Kita „Spatzennest“. Quelle: Privat
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Groß Ziescht

Sonnengelbe Butterblumen auf der großen grünen Wiese pflücken und Kränze daraus flechten. Unkraut zupfen, Gemüse pflanzen, gießen und ernten im kleinen Garten. Das alles und noch viel mehr haben die Kinder aus der Kneipp-Kita „Spatzennest“ schon im Rahmen des bundesweiten Projektes „Biologische Vielfalt“ erlebt. Nun wollen ihre Erzieherinnen ein Totholz-Käferbeet anlegen. Der Workshop findet am 9.  September statt. „Dazu laden wir alle interessierte Kolleginnen aus der Region ganz herzlich ein“, sagt die Groß Zieschter Kita-Leiterin Petra Schulze.

Das auf drei Jahre befristete Programm „Biologische Vielfalt“ läuft noch bis 2017 und wurde vom Bundesamt für Naturschutz initiiert. „Irgendwann habe ich davon in der Zeitung gelesen und mich um eine Teilnahme beworben“, so Schulze. Heute ist das „Spatzennest“ eine von wenigen Brandenburger Kitas, die an dem aus kostenlosen Workshops und Weiterbildungsangeboten bestehendem Förderprogramm teilnehmen. Anliegen ist es, die Tier- und Pflanzenwelt zu entdecken und den Kinder-Garten noch vielfältiger zu gestalten. Einen Gemüsegarten, der mit Hilfe fleißiger Eltern angelegt wurde, gibt es schon. Und ein Tipi-Indianerzelt aus Weiden, mit dessen Bau sich Eltern für die gute Betreuung ihrer Kinder bedankt haben. Großeltern bringen im Wald gesammeltes Holz für den aus Stein gemauerten Backofen vorbei, in dem Petra Schulze regelmäßig frisches Brot backt.

„Unser nächstes Projekt für den Garten ist das Totholz-Käferbeet.“ Wie man das gestaltet, zeigt eine Gärtnerin am Workshop-Tag. Gemeinsam mit ihr wird das Beet gebaut. „Dabei erweitert auch unser Betreuerteam seinen Horizont“, spricht Schulze auch für ihre drei Kolleginnen. Totholz, das sind eigentlich abgestorbene Zweige, Äste, stehende oder liegende Baumruinen. Doch der erste Eindruck täuscht, denn was bereits tot aussieht, steckt eigentlich voller Leben. Laubhölzer wie Buche, Eiche, Esche, Erle und Birke dienen Käfern als Unterschlupf und Nahrungsquelle. Auch Pilze, Moose, Insekten und kleine Tiere wie Eidechsen, Fledermäuse, Eichhörnchen und Vögel finden so einen neuen Lebensraum.

Käfer und andere Insekten sind also liebend gern gesehene Gäste im Kita-Garten. Dort können die Krabbeltiere bald quicklebendig in ihrem Totholz-Käferbeet umhertollen. „Mit viel Glück können die Kinder eine Mauerbiene schlüpfen sehen oder sogar einen Hirschkäfer vorsichtig berühren“, sprüht Kita-Leiterin Petra Schulze voller Vorfreude. Seit 30 Jahren arbeitet die Groß Zieschterin in der Kita. Abseits der großen Straßen wachsen knapp 30 Mädchen und Jungen aus der Stadt Baruth und den umliegenden Dörfern ohne Lärm und dem Gestank von Autoabgasen auf. „In so einer kleinen Einrichtung geht es doch ein bisschen familiärer zu“, weiß Schulze. „Bei uns ist jeder mit Herzblut dabei und möchte den Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Umwelt vermitteln.“

Von Frank Pechhold

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