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Wunsch nach mehr Radwegen und Bussen

Am Mellensee Wunsch nach mehr Radwegen und Bussen

Was bewegt die in der Gemeinde Am Mellensee beheimateten MAZ-Leser? Danach fragte Chefredakteur Thoralf Cleven in einer kleinen Umfrage. Mehr Radwege, bessere Bürgersteige und mehr Busse werktags und vor allem an den Wochenende stehen ganz oben auf der Wunschliste der Befragten. Die beurteilten auch die Arbeit von Bürgermeister Frank Broshog (parteilos).

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Mit bunten Fahrrädern untermauern die Ortsvorsteher Siegbert Weigt (Mellensee/l.) und Theo Boss (Saalow) ihre Forderung nach einem Radweg.

Quelle: Frank Pechhold

Am Mellensee. Fehlende Radwege. Schlechte Bürgersteige. Unzureichende Busanbindung. Das sind einige der Themen, die den in der Gemeinde Am Mellensee beheimateten MAZ-Lesern auf den Nägeln brennen. Im Rahmen einer Fragebogenaktion bat Chefredakteur Thoralf Cleven darum, vorgegebene Sachverhalte zu beurteilen und dringende Probleme zu benennen. Hier kommt die Auswertung der eingegangenen Antworten.

Insgesamt beteiligten sich 70 Leser an der Umfrage. Die meisten von ihnen (64,5 Prozent) fordern, dass sowohl in der Woche als auch am Wochenende mehr Busse über die Dörfer fahren sollen.

Was die Bürger über vorhandene beziehungsweise fehlende Geh- und Radwege denken, spiegelt sich in den Antworten auf die Frage wider, welche Themen ihnen besonders am Herzen liegen. Schlechte Fußwege und Nebenstraßen sind den Sperenbergern ein Dorn im Auge. Kritisiert wird beispielsweise der Zustand des Fußweges an der Klausdorfer Chaussee in Richtung Feuerwehr. Weiter schreibt ein Leser, „dass der Küsterweg nach Regen einer Schlammwüste gleicht“. Zudem habe die Gipsstraße teilweise bis zu einem halben Meter tiefe Löcher.

Straßenerneuerung und Bürgersteigbau liegen auch in Rehagen im argen. In Klausdorf hätten die katastrophalen Gehwege entlang der Zossener Straße schon zu vielen Unfällen geführt, heißt es in einer anderen Zuschrift. „Der Bürgersteig an der Klausdorfer Festwiese spottet jeder Beschreibung.“

„Saalow, Rehagen, Mellensee und Sperenberg haben keine Radwege“, schreibt ein Leser. Knapp 27 Jahre nach der politischen Wende sei der Radweg von Saalow nach Mellensee noch immer nicht gebaut worden, ärgert sich ein anderer. Das wurmt mehrere Leser aus beiden Ortsteilen. „Ein kombinierter Rad-Fußweg nach Mellensee bis zur Schule wäre sinnvoll“, meint Werner Struck. „Dazu wäre ich bereit, Gedanken der Bürger einzubringen“, schreibt der Saalower.

Mehr möchten einige Leser über die Saalower Schweinemastanlage, die künftige Nutzung des ehemaligen Kasernengeländes in Rehagen und den geplanten Rewe-Markt-Neubau in Sperenberg lesen. Verstärkter Informationsbedarf besteht auch in Sachen Jugendarbeit, ehrenamtliche Aktivitäten und Freizeitangebote für Senioren. Ein Dauerbrenner bleibt das Thema Kinderbetreuung. Dazu schreibt ein Leser, dass es nicht genügend Kita-Plätze gebe. „Warum steht dann eine Etage in der Klausdorfer Kita ungenutzt leer?“

Dass in der Gemeinde mehr für den Tourismus getan werden muss, steht außer Frage. Ein Leser bringt sogar den Bau einer Therme in der Sperenberger Gipsstraße ins Gespräch. Viele möchten, dass die Gemeinde mehr mit den Strandbädern in Klausdorf, Sperenberg und Mellensee und ihrer einzigartigen Geschichte wirbt. Schließlich wurde in Sperenberg beim Gipsabbau das damals tiefste Loch der Welt gebohrt. „Die militärhistorische Geschichte von Sperenberg und Kummersdorf ist dermaßen faszinierend, dass es unerklärlich ist, warum unsere Kommunalpolitiker dieses Thema nicht mit voller Energie und über alle Parteigrenzen hinweg umzusetzen versuchen“, meint ein Leser. Es müsse in dieser Frage gelingen, Land und Bund in die Verantwortung zu zwingen, nachdem man Sperenberg wegen der Planung für den Flughafen BER 25 Jahre lang im Stich gelassen habe.

Viele Leser (46,6 Prozent) äußern Verständnis dafür, dass das Herbstfest ab diesem Jahr nicht mehr von Dorf zu Dorf tingelt, sondern nur noch auf der Festwiese in Klausdorf gefeiert wird. Wichtig sei, dass sich immer ein Ortsteil den Besuchern wie bisher präsentieren könne (24,1 Prozent). Zudem erleichtere der konstante Veranstaltungsort den Organisatoren die Arbeit (22,5 Prozent). Stolze 37 Prozent der Leser fänden es schöner, wenn man das Fest wie bisher nacheinander in allen acht Ortsteilen feiern würde.

Licht und Schatten halten sich bei der Beantwortung der Frage „Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit von Bürgermeister Frank Broshog (parteilos)?“ in etwa die Waage. Sehr zufrieden oder zufrieden sind insgesamt 40,3 Prozent der Leser, nicht zufrieden 38,7 Prozent.

Broshog wird sich im MAZ-Interview zu einigen Schwerpunktthemen dieses Beitrages äußern.

Von Frank Pechhold

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