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18:33 29.04.2015
Ute Engel mit einigen der jungen Bobtails im Garten ihres Hauses. Quelle: Andrea von Fournier
Rangsdorf

Süß sind sie, die 13 kuscheligen, grau-weißen Welpen, die brachte Bobtail-Dame Motte bei Ute Engel in Rangsdorf im März zur Welt. So viele Welpen in einem Wurf gibt es eher selten. Eine kleine Hündin hat es nicht geschafft, die anderen zwölf Welpen, davon fünf männliche, mit einem Geburts-Leichtgewicht von 230 bis 250 Gramm sieht Ute Engel nun Tag für Tag wachsen. Bis sie acht Wochen alt werden und an ihre neuen Besitzer gehen, muss Motte noch viele Liter Milch spenden. Ute Engel gibt täglich drei Mal Gehacktes, püriertes Trockenfutter und Ziegenmilch dazu.

Um die 30 Kilo wiegt eine ausgewachsene Hündin der britischen Hütehund-Rasse, die Rüden können über 40 Kilo schwer werden. Mittlerweile tollen die tapsigen Wollknäuel neugierig vor dem Haus herum. „Wenn das Wetter es zulässt“, so die Züchterin. Denn die Jungen sind schnell erkältet und das ist für sie genauso gefährlich als für Menschenkinder. Im Freien haben die Welpen Platz für Spiel- und Klettergeräte. Und wie Kinder sind sie neugierig auf alles, was nicht für sie gedacht ist. Ups! Da jammert es aus dem Regenwasserabfluss. Eine dunkle Stupsnase schaut verzweifelt hervor. Ute Engel steht lächelnd auf und greift kopfschüttelnd in das Plastikrohr. Als sie den Welpen herauszieht. Noch sind die jungen Hunde rasch ermüdet und suchen im Schatten Plätze, wo sie sich zu dritt oder viert zusammenrollen.

So lustig und entspannt, wie sich Besuchern die Situation darbietet, ist der Alltag für Ute Engel aber nicht. Von früh bis spät ist sie auf Achse. Manchmal sogar nachts. Ihr Bett steht noch neben der „Wurfkiste“. Eigentlich sollten die Jungen schon in ihrem eigenen „Kinderzimmer“, dem Welpenraum, sein. „Dass so viele Junge geboren wurden, hat uns überrascht. Da muss noch umgebaut werden“, erklärt die Züchterin.

Ute Engel, gebürtige Rangsdorferin, kennt den Umgang mit Tieren von Kindesbeinen. Anfang der 1980er Jahre sah die Mittfünfzigerin erstmals Bobtails im Fernsehen. „Das war eine Rasse, die in der DDR schwer zu bekommen und teuer war“, erinnert sie sich. Ihre Liebe war sofort entflammt. Später konnten sie und ihre Familie, zu der vier Kinder gehören, sich über einen Bobtail freuen. Seit 1993 züchtet Ute Engel die Hütehunde. Sie hat schon über 40 Junge in liebevolle Hände abgegeben. Denn darauf achtet sie. „Wenn mein Bauchgefühl für den neuen Besitzer nicht stimmt, geht der Hund auch nicht dorthin“, so Engel. Natürlich freut sie sich, wenn die Tiere in der Nähe bleiben, manchmal springt sie dann als Urlaubs-Vertretung ein. Die Jungen gehen nach ganz Deutschland oder Österreich. Alle Tiere des neuen Wurfs sind bereits vergeben, einige werden bis nach Norwegen reisen, jeder für 1500 Euro. „Das hört sich wie ein warmer Regen an“, sagt Ute Engel. Aber sie hat Kosten: Die Haltung der Elterntiere, Deckkosten, Ausstellungen, Impfungen, Chip, Tierarztkosten und vieles mehr. Da bleibt nichts übrig. Aber es macht ihr viel Freude.

Von Andrea von Fournier

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