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Teltow-Fläming Immer weniger Auszubildende in Dahmeland-Fläming
Lokales Teltow-Fläming Immer weniger Auszubildende in Dahmeland-Fläming
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15:19 26.02.2018
Maurerlehrlinge auf dem Lehrbauhof der Kreishandwerkerschaft in Jüterbog.  Quelle: Uwe Klemens
Dahmeland-Fläming

 Die Zahl ist alarmierend: In den Jahren von 2010 bis 2016 gab es in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming rund 25 Prozent weniger Auszubildende als zuvor. Laut jüngsten Daten des statistischen Informationssystems Berlin-Brandenburg gab es 2016 in Teltow-Fläming 525 und in Dahme-Spreewald 565 weniger Auszubildende als noch sechs Jahre zuvor. In ganz Brandenburg ist die Lage sogar noch dramatischer. Dort halbierte sich in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Auszubildenden.

Qualitätsverlust in Betrieben durch fehlende Bewerber

Zwar gab es vereinzelt immer wieder gute Nachrichten. Im Handwerk in Dahme-Spreewald zum Beispiel stieg die Zahl der neuen Auszubildenden im vergangenen Jahr wieder leicht. 51 junge Menschen mehr als im Vorjahr entschieden sich dafür, ein Handwerk zu erlernen. Gleichzeitig gehört zur Wahrheit aber auch, dass im selben Zeitraum erneut 66 Lehrstellen unbesetzt blieben.

Für die Betriebe bedeutet die sinkende Zahl der Bewerber in vielen Fällen einen Qualitätsverlust. Dadurch, dass der Kreis der potenziellen Interessenten erheblich kleiner geworden ist, haben gerade Betriebe in ländlichen Gebieten Standortnachteile – und auf einem leer gefegten Azubi-Markt kaum Chancen auf qualifizierte Bewerber. Firmen, die trotzdem ihre Lehrstellen besetzen wollen, müssen zum Teil jeden Bewerber einstellen – und dabei eigene Ansprüche zurückstellen.

Steigende Zahl der Abiturienten zieht immer mehr Leute an die Uni

Wer in den Betrieben nach den Gründen für den Rückgang der Auszubildenden fragt, bekommt stets die gleichen Antworten: Die steigende Zahl der Abiturienten ziehe immer mehr Menschen in ein Studium. Dazu kämen der demografische Wandel und eine grundsätzliche Landflucht der Jugend – fertig ist die Krise der beruflichen Ausbildung.

Gerade die großen drei Bereiche Industrie und Handel, das Handwerk und die Landwirtschaft haben darunter zu leiden. In einigen Bereichen ist die Not besonders groß. Dabei sind viele der häufig verschmähten Berufe vielfältiger als gedacht. Hier erzählen drei junge Menschen aus der Region, warum sie ihre Entscheidung für eine Ausbildung genau so wieder treffen würden.

Von Ansgar Nehls

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