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Zaubernuss, Jasmin, Christrose – zarte Blüten in frostiger Kälte

Gelbe Blüten in Großbeeren Zaubernuss, Jasmin, Christrose – zarte Blüten in frostiger Kälte

Können zarte Blütenblätter Minusgrade im Freien überstehen? Ob das möglich ist, verrät Gartenbauingenieur Andreas Rathenow in Großbeeren.

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Auch Christrosen überstehen in geschützter Lage frostige Zeiten.

Großbeeren. Wer mit offenen Augen durch seinen Ort geht, dem fallen trotz frostiger Temperaturen zarte Blüten auf: Zaubernuss (Hamamelis), Christrose und Winterjasmin stehen in voller Blüte. An wenigen Stellen sahen in den zurückliegenden Tagen gelbe Blumen sogar vor sparsam gefallenem Schnee besonders schön aus. An einer regelrechten Kaskade gelber Blüten können Schüler und Lehrer in Großbeeren zurzeit vorbeigehen: Die Mauer zum Kirchhof ist voll davon.

Andreas Rathenow ist diplomierter Gartenbauingenieur, er hat im Ort eine traditionsreiche Familiengärtnerei. Viel mehr an Winterblühern fällt auch ihm nicht ein. Er selbst hat diese Pflanzen allerdings nicht in größeren Mengen vorrätig. „Zaubernuss und Jasmin sind Gehölze. Das geht über das, was die Leute üblicherweise haben wollen, schon hinaus“, sagt er, doch bestellen könne er auf Wunsch alles. Als Fachmann rät er Blumenliebhabern und Gartenfreunden, die sehnlich auf den Frühling und seine Blütenpracht warten, zu Geduld: „Es ist wirklich so, dass die erste Frühjahrsbepflanzung für Kübel und Balkonkästen zu Ostern erfolgen sollte, die zweite dann zu Pfingsten.“

Primeln und Osterglocken nicht zu früh rauspflanzen

Wer zu ungeduldig sei, dem erfrieren sonst die ersehnten Blüten. „Die Blumen, die am meisten vertragen, sind Stiefmütterchen. Die lassen zwar bei Minusgraden auch mal den Kopf hängen, erholen sich aber immer wieder.“ Primeln, Hyazinthen, Osterglocken und Tausendschönchen dagegen nähmen bei Frost Schaden und würden unter Umständen keine Kraft mehr zum Blühen haben, selbst wenn die Pflanze eine Nacht mit Minusgraden überstanden hat, so Rathenow.

Gärtner Rathenow: „Wirklich die Eisheiligen abwarten“

Gut beraten sei, wer sich von aktuellen Angeboten nicht dazu hinreißen lasse, bewährte Gartenregeln außer Acht zu lassen. Kommunen, die fürs Bepflanzen von Grünanlagen mit Steuergeld umgehen, gingen das Risiko von Pflanzschäden auch nicht ein. Sein Tipp für Blumen, die man liebt und im Garten blühend sehen will: „Wirklich die Eisheiligen abwarten.“ Zu den Kaufgewohnheiten seit dem Mauerfall sagt der Gärtner: „Manch Hobbygärtner hätte wirklich mehr Freude an seinen Pflanzen, wenn er sich wieder ein bisschen mehr an uralte Gartenregeln halten würde.“

Für Winterblüher, so Gärtner Rathenow, sei die beste Pflanzzeit ab März, wenn die Baumschulen aufmachen. „Und dann erst wieder zum Herbst hin, auf keinen Fall im Sommer, da ist es meist zu heiß.“

Von Jutta Abromeit

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