Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Zehn Kubikmeter Müll gesammelt

Luckenwalde Zehn Kubikmeter Müll gesammelt

Update: Viele Bürger beteiligten sich am Samstag an der Aktion des Stadtmarketingvereins „Luckenwalde putzt sich“. An vielen Stellen in Luckenwalde, Kolzenburg und Frankenfelde wurden ganze Dreckecken beseitigt und Straßen, Plätze und Parks gereinigt. Zehn Kubikmeter Abfälle wurden an 25 Standorten gesammelt.

Voriger Artikel
Plaudern über Kunst
Nächster Artikel
Lkw-Brand: Schwarzer Rauch über der A10

Mülltüten über Mülltüten bei der Aktion „Luckwnwalde putzt sich“.

Quelle: Frank Nessler

Luckenwalde. Zufrieden mit dem Verlauf der Aktion „Luckenwalde putzt sich“ am Sonnabend ist Maxie Wohlauf. Sie ist die Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins Luckenwalde, der diese Frühjahrsputzaktion erstmalig organisiert hat. „Es wurden insgesamt rund zehn Kubikmeter Müll gesammelt“, sagte Maxie Wohlauf auf Nachfrage.

Praktischer Physikunterricht

Praktischer Physikunterricht: Um die Strömung der Nuthe zu gewährleisten, muss erst mal alles raus, was da nicht hineingehört.

Quelle: Hartmut F. Reck

Neben den 17 geplanten Standorten, wo öffentliche Straßen, Plätze und Parks gereinigt wurden, hatten sich noch spontane Putzkolonnen gebildet, die in ihrem Umfeld oder an anderen Standorten zu Besen, Harke und Schippe griffen. „Es wurde an insgesamt 25 Standorten gesammelt“, berichtete Wohlauf. Der städtische Bauhof kümmert sich um die ordnungsgemäße Entsorgung des Mülls.

Sperrmüll in der Nuthe

Manches war schlimmer als erwartet, manches hingegen nicht. Zuerst die schlimmere Nachricht: Auf der Strecke zwischen Polizei und Kreishaus fanden die Neuntklässler des Friedrich-Gymnasiums Leonie Kermaß, Samantha Schenk, Tobias Kaiser und Max Reichert mit ihrem Lehrer Steven Marscheider nicht nur den üblichen Abfall wie Getränkedosen und Bierflaschen, sondern ganze Sperrmüllgegenstände wie einen Stuhl, einen Klappstuhl, eine Warnbake, ein Paar Gummistiefel, einen Korb und eine Radkappe. Um den ganzen Mist aus der Nuthe zu fischen, brauchten die Jugendlichen länger als geplant. Und dabei schafften sie nur etwa die Hälfte der Strecke, die sie sich eigentlich vorgenommen hatten. Und das an ihrem ersten Ferientag, wie ihr Lehrer anerkennend feststellte. Vorher hatte Marscheider mit seinen Schülern im Rahmen des Physikunterrichts schon mal die Strömungsgeschwindigkeit der Nuthe gemessen und die Abfälle gesehen, die dort unter der Wasseroberfläche lagerten.

Nun die weniger schlimme Nachricht: Am Petrikirchplatz, um den sich unter anderem die Cityvereins-Geschäftsführerin Maxi Wohlauf und der Anwohner Mike Krüger kümmerten, fand man weniger Hundekot als befürchtet. „Hier wohnen viele Hundebesitzer“, weiß Krüger, „und die halten sich daran, den Kot mit Tüten aufzulesen und in den Abfallbehältern zu entsorgen.“

Monika Greiner (r) und Gisela Lemm rückten spontan mit Harke, Besen und Schaufel einem verwilderten Grünstreifen an der Fontanestraße zu Leibe

Monika Greiner (r.) und Gisela Lemm rückten spontan mit Harke, Besen und Schaufel einem verwilderten Grünstreifen an der Fontanestraße zu Leibe, der sie schon lange gestört hat.

Quelle: Hartmut F. Reck

Ganz spontan holte sich Monika Greiner am Petrikirchplatz ein paar der blauen Abfallsäcke ab, die allen der 17 Reinigungsgruppen bereit gestellt wurden. Diese mussten sie nach dem Befüllen mit Abfällen nur an den Straßenrand zu stellen. Der städtische Bauhof holte sie dann von dort ab.

Schon seit längerem störte Monika Greiner ein Schandfleck gleich um die Ecke in der Fontanestraße. Der breite Grünstreifen vor einem Grundstück, das einem Berliner gehört und dessen Mieter sich nicht darum kümmern, war übersät mit allem möglichen Abfall, den sie nun gemeinsam mit ihrer Nachbarin Gisela Lemm zusammenharkte und damit drei dieser Plastesäcke füllte. Das defekte Fahrrad, das da auch noch lag, passte dort aber nicht mehr mit hinein.

Alexandra Graberg und Bernd Müller entdeckten eine illegal entsorgte Waschmaschine im Treppenschacht zum Keller der ehemaligen Kunsthalle auf de

Alexandra Graberg und Bernd Müller entdeckten eine illegal entsorgte Waschmaschine im Treppenschacht zum Keller der ehemaligen Kunsthalle auf dem Volltuchgelände.

Quelle: Hartmut F. Reck

Viel zu groß für die Müllsäcke war auch das,was Alexandra Graberg und Bernd Müller aus dem Schacht der Kellertreppe der ehemaligen Kunsthalle auf dem Volltuchgelände hochhievten: eine dort illegal entsorgte Waschmaschine.

Wesentlich kleiner, aber als mindestens genauso nervig empfand Alexandra Schmid beim Aufräumen des Rathausparkplatzes all die vielen Zigarettenstummel und die Kärtchen den Gebrauchtwagenhändler, die die Autofahrer einfach achtlos fallen lassen.

Verdienter Lohn nach harter Arbeit

Verdienter Lohn nach harter Arbeit: Das Quartiersmanagement Röthegraben lud alle Freiwillgen zu Bratwurst und Suppe auf den Parkplatz Gartenstraße/Parkstraße ein.

Quelle: Hartmut F. Reck

Solche Kärtchen sammeln die Anwohner der Gartenstraße fast täglich vom Boden auf. Sie treffen sich mit dem Quartiersmanagement Röthegraben schon länger regelmäßig zum Frühjahrsputz und zur Pflege der Baumscheiben in ihrer Straße. In diesem Jahr schlossen sie sich der Aktion „Luckenwalde putzt sich“ einfach an und reinigten auch den Parkplatz an der Ecke zur Parkstraße. Dorthin luden sie nach getaner Arbeit alle freiwilligen Helfer und Bauhofmitarbeiter zu Grillwurst und heißer Suppe ein. Denn: „Wer viel arbeitet, soll auch etwas essen“, meinte Susanne Zengeler vom Quartiersmanagement.

Von Hartmut F. Reck

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg