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Zeitreise in die Krankenhaus-Geschichte

Zossen Zeitreise in die Krankenhaus-Geschichte

Die Schauspielerin Kati Pfau aus Wünsdorf hat ein Theaterstück geschrieben, das sich mit der Geschichte des Zossener Krankenhauses beschäftigt. Es wird zu Beginn der Zossener Gesundheitswoche erstmals aufgeführt.

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Kati Pfau ist Schauspielerin und Theatertherapeutin.

Quelle: foto: f. pechhold

Zossen. Tod gesagte leben länger. Beispielsweise in Erinnerungen an couragierte Ärzte, pflegende Schwestern und dankbare Patienten. Einige dieser Episoden erzählen die Schauspielerinnen Kati Pfau und Judith Evers am 9. September ab 19 Uhr in ihrem Theaterstück „Wiederbelebung. Geschichten rund um das Alte Krankenhaus Zossen.“ Premierenort ist der Raum im Dachgeschoss des sanierten Fachwerkhauses am Kirchplatz 7.

Initiative für Neubelebung

„Als Künstlerin suche ich auch nach Möglichkeiten, mich in meinen Heimatort einzubringen“, sagt die Wahl-Wünsdorferin. Pfau lebt seit 20 Jahren hier. In dieser Zeit habe sie natürlich mitbekommen, welche Bedeutung das ehemalige Kreiskrankenhaus für Zossen hat. Besonders spannend finde sie die Idee der Initiative Gesundes Zossen (IGZ), mit Hilfe des Investors Dirk-Henner Wellershoff auf dem verwaisten Gelände der Gesundheitseinrichtung eine sogenannte Lebensstadt einzurichten. Deshalb ist Kati Pfau bei der IGZ-Gesundheitswoche dabei. Am 7. September moderiert sie den „Tag der offenen Lebensstadt“ auf dem Krankenhaus-Areal. Zwei Tage später spielen sie und ihre Berliner Kollegin Judith Evers Theater unterm Fachwerkhaus-Dach.

Geschichten aus der DDR-Zeit

Gemeinsam mit den Zuschauern unternehmen die Schauspielerinnen eine Zeitreise in die Krankenhausgeschichte. Erzählt wird einiges von dem, was beide in Gesprächen mit dem Ortschronisten Klaus Voeckler und ehemaligen Krankenhaus-Mitarbeitern erfuhren. „Da spielte die DDR-Zeit eine ganz große Rolle“, sagt Pfau. Eine Geschichte habe sie besonders berührt. Sie handelt von einer alten Frau, die auf der Inneren Station um ihr Leben kämpfte. Klar im Kopf, aber körperlich komplett ein Pflegefall. Jeden Tag fragten sich Ärzte und Schwestern, wann sie stirbt. Bis sich herausstellte, dass die Frau einen Sohn in Bayern hat und sich nichts sehnlicher wünschte, als ihn noch einmal zu sehen. Aber der Sohn durfte – warum auch immer – nicht in die DDR einreisen. Antrag um Antrag wurde abgelehnt. Eines Morgens stand die alte Dame aus eigener Kraft schick angezogen am Fenster und sagte der völlig überraschten Krankenschwester: „Heute kommt mein Sohn.“ Er kam tatsächlich. Kurz danach starb seine Mutter. „Das ist wirklich passiert“, sagt Kati Pfau: „Solche zutiefst menschlichen Geschichten werden in dem Theaterstück erzählt.“

Von Frank Pechhold

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