Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Zeitzeugen erinnern sich
Lokales Teltow-Fläming Zeitzeugen erinnern sich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:27 23.08.2015
Ursula Rothenburg übergibt Roman Schmidt historische Fotos. Quelle: Wenke
Anzeige
Luckenwalde

Ursula Rothenburg (88) wird heute noch sentimental, wenn sie an die Weihnachtstage im Jahr 1945 denkt. Als blutjunge Luckenwalder Krankenschwester hatte sie vor 70 Jahren in der Nacht zum Heiligabend auf einem Flüchtlingstransport einem Baby auf die Welt geholfen. Seitdem hat sie nie wieder etwas von dem kleinen Mädchen gehört.

Ursula Rothenburg gehört zu den fünf Luckenwalder Zeitzeugen, die mit ihren Erinnerungen ganz entscheidend zur neuen Ausstellung „Zweiter Weltkrieg in Luckenwalde!?“ beigetragen haben. Sie wird am 2. September im Heimatmuseum eröffnet. Initiator und Museumsleiter Roman Schmidt hat viel Zeit und Herzblut investiert. „Wir haben den Eröffnungszeitpunkt nicht zufällig gewählt. Überall wird der 8. Mai als Tag der Befreiung propagiert, aber erst am 2. September war der Zweite Weltkrieg wirklich zu Ende“, sagt Schmidt.

Auf über 30 Tafeln wird Kriegsgeschichte in Luckenwalde aufgezeigt. Es geht um Fliegerangriffe, um die Befreiung, um Todesanzeigen in der Zeitung und um viele persönliche Schicksale. „Nachweislich gab es 669 gefallene Soldaten aus Luckenwalde, sie werden namentlich aufgelistet“, sagt Schmidt. Er ärgert sich, wenn die einheimischen Opfer des Krieges vergessen werden. „Auch wenn sie in der Wehrmacht gekämpft haben, waren sie dort nicht alle freiwillig. Und bei ihrem Tod haben Familien ihre Söhne und Väter verloren“, so Schmidt. Dem Museumschef ist es gelungen, einen von den Russen gedrehten Kurzfilm über die Befreiung Luckenwaldes am 22. April 1945 aufzutreiben. Auch dieser wird in der Ausstellung gezeigt. „Man erkennt dort deutlich den Marktplatz“, erklärt Roman Schmidt.

Zu den noch lebenden Zeitzeugen, die ihre Erinnerungen aufgeschrieben haben, gehören neben Ursula Rothenburg noch Gottfried Ziege, Heinz Voigtlaender, Rolf Danzmann und Annerose Wüstenhagen. Ursula Rothenburg wüsste gern, was aus dem kleinen Mädchen geworden ist, das am 23. Dezember 1945 eine Stunde vor Mitternacht im Stellwerk bei Köthen das Licht der Welt erblickte und von „Schwester Ursel“ aus Mangel an Handtüchern in sauberes Packpapier gewickelt wurde. Ursula Rothenburg hatte einen Zug mit deutschen Flüchtlingen aus Pommern begleitet, als die Hochschwangere ihre Wehen bekam. Erst am 24. Dezember abends traf Ursula Rothenburg bei ihren Eltern im Luckenwalder Meisterweg ein und hatte ihre Ration aus dem Zug mitgebracht: ein Stück Brot und Marmelade. „Die ganze Geschichte erfahren Interessierte in der Ausstellung“, sagt Schmidt.

Von Elinor Wenke

Teltow-Fläming Informationen über Asylunterkunft - Rehagener fühlen sich zu spät informiert

Mit so einem großen Andrang hat niemand gerechnet. 90 Stühle hatte der Wirt im Saal der Gaststätte „Waldkater“ aufgestellt. Doppelt so viele Rehagener sowie Bürger aus benachbarten Orten drängten sich Dienstagabend dicht an dicht, um zwei Stunden lang mehr über die in dem 800-Seelen-Dorf geplante Asylunterkunft zu erfahren.

22.08.2015
Teltow-Fläming Flüchtlinge in Luckenwalde - Zeit und Vertrauen sind wichtig

Genau so hatte es sich der Luckenwalder Alex Kubiak gewünscht. Seit Jahren kümmert er sich ehrenamtlich um freie Migrationshilfe. Jetzt ist er im Flüchtlingsheim in der Grabenstraße als Sozialarbeiter tätig. Nebenher hat er einen Radiosender und tritt als Annemarie Finkel auf der Bühne auf.

22.08.2015
Polizei Teltow-Fläming: Polizeibericht vom 19. August - Audi Q7 gestohlen

Unbekannte haben am Dienstag zwischen 5.30 Uhr und 14.30 Uhr in Ludwigsfelde einen schwarzen Audi Q7 gestohlen. Der Wagen mit dem Kennzeichen TF-QQ 3 war auf einem Mitarbeiterparkplatz abgestellt.

19.08.2015
Anzeige