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Teltow-Fläming Zeltlager für 180 junge Brandschutzhelfer
Lokales Teltow-Fläming Zeltlager für 180 junge Brandschutzhelfer
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10:15 28.07.2016
Rettungssanitäter Michael Batzdorf erklärte den jungen Brandschützern die Ausstattung und Arbeitsweise im Rettungswagen. Quelle: Elinor Wenke
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Trebbin

Von Ferienruhe ist am Trebbiner Schulkomplex in der Goethe­straße nichts zu spüren, er gleicht eher einem belebten Campingplatz. Die Kreisjugendfeuerwehr Teltow-Fläming führt in dieser Woche dort ihr traditionelles Zeltlager durch. Rote Feuerwehrfahrzeuge und Rettungswagen bevölkern den Parkplatz, viele gut gelaunte junge Leute springen herum oder konzentrieren sich gerade für eine der anstehenden Prüfungen.

„Wir sind zum ersten Mal in Trebbin“, sagt Kreisjugendwartin Meike Roschner (33) und lobt die Unterstützung durch den Landkreis, die Stadt und die Trebbiner Feuerwehr. Die Idee, diesmal Gastgeber zu sein, hatte Trebbins Stadtbrandmeister Silvio Kahle. „Ich finde dieses Treffen der jungen Leute hier einfach sensationell und erfrischend“, schwärmte er, „und die Stadt stellt uns das Gelände kostenfrei zur Verfügung.“

Zahlen und Fakten

80 Kinder- und Jugendfeuerwehren gibt es im Landkreis Teltow-Fläming.

900 junge Brandschützer sind in den Jugendfeuerwehren im Kreisgebiet organisiert – Tendenz steigend. In den Kindergruppen wird der Nachwuchs schon ab einem Alter von sechs Jahren aufgenommen.

Das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr findet bereits zum 22. Mal statt und wird an wechselnden Orten immer in der ersten Sommerferienwoche durchgeführt.

180 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahren aus 29 Jugendfeuerwehren des Kreises verbringen in Trebbin bis zum Sonntag sechs erlebnisreiche Tage und werden von bis zu 50 Organisatoren und Betreuern begleitet. „Auf dem Programm steht die Weiterbildung innerhalb der Feuerwehr, aber auch Sport, Spaß, Spiel und Geselligkeit kommen nicht zu kurz“, versichert Meike Roschner.

Am Mittwoch konnten die jungen Brandschützer in einem Parcours ihr Wissen unter Beweis stellen. Den ganzen Tag über wurden die Prüfungen für das Abzeichen „Jugendflamme“ in zwei Stufen abgenommen. 80 Kinder und Jugendliche waren dafür angemeldet. „Für Stufe 1 müssen fünf Stationen absolviert werden, für Stufe 2 sechs“, erklärte Organisator Nico Rudolph. Getestet wurden die Kenntnisse unter anderem in Fahrzeugkunde, Knoten, Hydrantenkunde, Allgemeinwissen und Erster Hilfe.

Die Mädchen nahmen mit Begeisterung am Tanz-Workshop teil. Quelle: Elinor Wenke

Zu den erfolgreichen Prüflingen gehören Lion Volgin (11) aus Mellensee und Silvio Kehberg (13) aus Ludwigsfelde. „Es war nicht schwierig“, befand Silvio, der schon vier Jahre Erfahrung als junger Brandschutzhelfer hat. Er interessierte sich außerdem für die Ausstattung im Rettungswagen, die von Rettungssanitäter Michael Batzdorf und Rettungsassistentin Nicole Gilewski erklärt wurde. Lion schwärmte außerdem vom Fußballspielen, dem DJ und der guten Stimmung im Lager.

Wer nicht gerade mit Prüfungsfragen beschäftigt war, konnte in Workshops tanzen, trommeln oder Mosaike anfertigen. Nele Reuter und Chantal Reinhardt (beide 11) aus Ludwigsfelde nahmen am Tanzkurs teil und lobten die gute Kameradschaft in der Gruppe. „Die Nacht im Zelt war lustig, aber auch ein bisschen anstrengend, weil man nicht gleich schlafen konnte“, berichtete Nele.

Stippvisite der Kommunalpolitiker

Zu einer Stippvisite kamen der Landtagsabgeordnete Danny Eichelbaum und die Kreistagsabgeordnete Gertrud Klatt (beide CDU) im Zeltlager vorbei. „Die Jugendfeuerwehrlager sind eine Erfolgsgeschichte“, lobte Eichelbaum, forderte aber auch: „Wir brauchen einen hauptamtlichen Jugendkoordinator.“ Meike Roschner führt dieses Amt seit 2012 ehrenamtlich aus. „Man könnte schon noch vieles mehr machen“, bestätigte sie, „zum Beispiel Projekte mit Flüchtlingskindern oder eine noch bessere Brandschutzausbildung.“

Stadtbrandmeister Silvio Kahle wünscht sich vor allem, „dass die Kinder und Jugendlichen der Feuerwehr treu bleiben, denn sie sind unsere Zukunft. Wenn eines dieser Zeltlager dazu beigetragen hat, dann ist das Ziel erreicht“. Die Trebbiner Kameraden organisieren für die nächsten Tage noch einen Geländemarsch und eine Nachtwanderung mit dem Nachwuchs.

Von Elinor Wenke

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