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Teltow-Fläming Zentrale Figur für den Treffpunkt Waldhaus fehlt
Lokales Teltow-Fläming Zentrale Figur für den Treffpunkt Waldhaus fehlt
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11:32 15.02.2017
Andy Geistmann (Verein Spas) gibt in der Waldhaus-Sozialküche Essen an Bedürftige aus. Quelle: Abromeit
Ludwigsfelde

Mit jeder Woche wird in Ludwigsfelde ein Problem drängender: Im Waldhaus fehlt ein ständiger Ansprechpartner. Dieses so viel genutzte Haus an der Bebelstraße nennt sich sozio-kulturelles Zentrum. Dort haben Vereine ihr Domizil, aber auch Treffs wie Esperanca, eigenständig agierende Selbsthilfegruppen (SHG) oder seit kurzem die hochfrequentierte Volkssolidarität. Immer wieder wird der Ruf nach einem Koordinator für Raumbelegungen, Telefone oder Schlüssel laut.

Jüngst forderte SHG-Sprecher Michael Schmiel von den Stadtverordneten eine Neuordnung fürs Waldhaus. Es dürfe zwischen Vereinen und Interessengruppen keinen Unterschied geben. Weil nur Vereine Mitglied im Dachverein Waldhaus sein könnten, würde nicht neutral entschieden, so Schmiel.

Stadt stellt das Gebäude

Zur Waldhaus-Konstellation: Die Stadt stellt mit viel Geld das Gebäude als Infrastruktur zur Verfügung. Um nur einen Ansprechpartner zu haben und nicht mit jedem einzeln verhandeln zu müssen, war vor Jahren der Verein Waldhaus gegründet worden. Dieser ist lediglich die nötige juristische Person, hat aber weder Personal noch Arbeitgeberfunktion. Seine ausschließlich ehrenamtlichen Mitglieder sind die Vereine Spas, Lukiss, Frauenstammtisch, Solbra (ehemals GAB), Akademie 2. Lebenshälfte und Diakonisches Werk TF. Sie haben Nutzungsverträge mit der Stadt. Früher hatten diese Trägervereine über verschiedene Förderungen viele zeitweilige Arbeitsplätze. Eine Frau, die über den Vorstand vom Spas e.V. viel in ihrer sozialen Art koordinierte, war Irene Böhm. Doch sie zog weg aus Ludwigsfelde.

Solbra-Chef Henri Vogel vermittelt vieles

Der als lösungsorientiert geltende Solbra-Chef Henri Vogel wird zunehmend als eine Art Böhm-Nachfolger gesehen. Er weiß, wo Schlüssel, Telefone oder Toilettenpapier zu finden sind und kennt aktuelle Gesetze. Er sagt jedoch: „Ich kann hier zwar Kontakte vermitteln, darf aber selbst nichts entscheiden.“

Das können im Prinzip nur die Stadtverordneten. Die Verwaltung führt aus, was sie beschließen. Die Vereine sind ausschließlich ehrenamtlich aktiv, sie haben als Einnahmen nur die Beiträge der sechs Mitgliedsvereine. Und sie haben zum Teil jährlich zu beantragende zweck- oder personengebundene Zuschüsse der Stadt.

Einzelne Vereine bezahlen Personal

Praktisch ist es derzeit so, dass der Verein Solbra Träger einer Reinigungskraft ist, der Hausmeister bekommt sein Geld übers Diakonische Werk, Regie über die Küche führt der Spas-Verein. Sind die jeweils Schlüsselgewaltigen nicht da, weil krank oder im Urlaub, funktioniert alles nur mit gutem Willen anderer. Viele Interessengemeinschaften haben sich deshalb eigene kleine Tee- und Kaffee-Ecken eingerichtet. Zufrieden ist damit niemand.

Henri Vogel sieht aber einen großen Vorteil: „Aufgrund der vielen Leute hier im Haus begegnen sich Menschen, die sich sonst nie treffen würden, und kommen beim Warten auf irgendetwas miteinander ins Gespräch.“

Von Jutta Abromeit

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