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Zentrales Heim wird umgebaut

Flüchtlinge in Teltow-Fläming Zentrales Heim wird umgebaut

Pünktlich zur großen Flüchtlingswelle wurde die zentrale Unterkunft im Kreis Teltow-Fläming geschlossen. Die Bauschäden waren inzwischen zu groß. Der Kreis schuf Ausweichquartiere. Derzeit laufen die Sanierungsarbeiten, die vom Bund finanzielle gefördert werden.

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Das Heim in der Anhaltstraße wird umgebaut.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Noch vor wenigen Jahren reichte ein Übergangswohnheim für bis zu 180 Flüchtlinge und Asylbewerber in der Luckenwalder Anhaltstraße für den ganzen Kreis Teltow-Fläming. Doch ausgerechnet dann, als der Platz nicht mehr zu reichen begann, musste das Heim wegen baulicher Mängel geschlossen werden. Stattdessen wurden Übergangslösungen in der Kreisstadt geschaffen.

Inzwischen hat der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) das Haus von der Stadt Luckenwalde erworben und baut es nach neuesten Vorschriften und Standards um. Dazu gehört auch, dass den Asylsuchenden mittlerweile eine Wohnfläche von acht Quadratmetern zugestanden werden. Bisher waren es nur sechs. So sinkt die Zahl der Plätze in dem Gebäude auf 130. Für das Projekt gibt es Zuschüsse vom Land, weil erstmals im Kreis und zum zweiten Mal in Brandenburg ein Heim nach den neuen Standards umgebaut wird.

Weitere Zuschüsse vom Bund sollen nach dem Willen der Kreistagsmehrheit an das DRK für dieses Projekt weitergeleitet werden. So erhält der als finanzschwach geltende Landkreis Mittel vom Bund zur finanziellen Entlastung bei der Aufnahme von Asylbewerbern. Dies sind für 2015 und 2016 insgesamt 1 485 000 Euro. Zwei Drittel davon, also 990 000 Euro, will der Kreis für Investitionen in die Flüchtlingsunterbringung investieren. Das restliche Drittel sowie Ausschüttungen aus der Gewinnbeteiligung der Sparkasse sollen in Integrationsmaßnahmen fließen.

Der Vorteil dieser vermittelten Investitionshilfe ist für den Kreis, dass er in der vereinbarten Laufzeit von zehn Jahren Geld sparen kann. Denn mit der Weiterleitung der knappen Million an das DRK kann dieses als Bauherr einen geringeren Kredit aufnehmen und somit auch weniger Zinsen bezahlen. Diese wiederum sind umlagefähig auf den Kreis.

Anstoß an dem Betreibervertrag zwischen Landkreis und DRK nahm Michael Wolny (CDU). Er stieß sich an der Verpflichtung des Kreises zur Vorhaltung von den 130 Plätzen für den Zeitraum von zehn Jahren. „Wird das Übergangswohnheim künftig überhaupt ausgelastet sein?“, wollte Wolny wissen.

Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) antwortete, dass dies nicht die Frage sein könne: „Dieses Heim war schon immer das Heim des Kreises.“ Es sei die zentrale Einrichtung, in der bis zur vorübergehenden Schließung ständig Wohnheimplätze vorgehalten wurden, unabhängig davon, wie viele Menschen dort gerade untergebracht werden mussten. Insofern sei es auch das einzige Heim, für dessen Betreibervertrag eine Zehnjahresfrist gelte. Bei anderen Heimen, so Wehlan, seien nur Drei- bis Fünfjahresfristen festgelegt.

Von Hartmut F. Reck

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