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Zoff um den Zickzackbunker

Neue Mitte in Ludwigsfelde Zoff um den Zickzackbunker

Völlig uneins ist sich der Stadtrat von Ludwigsfelde, wie mit einem Dreieck nahe der entstehenden Stadtmitte umgegangen werden soll: dem Karl-Marx-Platz. Neben ihm stehen Spielgeräte, unter ihm liegt ein Schutzbunker in Zickzack-Form aus Nazi-Zeiten. Soll der Bunkereingang zu sehen sein oder nicht?

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Für kurze Zeit lag der Bunkereingang im Sommer 2015 frei.

Quelle: privat

Ludwigsfelde. Oben Karl Marx, unten ein Zickzack-Schutzbunker aus Nazizeiten; und im Stadtrat von Ludwigsfelde Diskussionen ohne Ende, wie mit Karl-Marx-Platz umgegangen werden soll. Einzig darüber, dass das arg verlotterte, 0,2 Hektar große Hochbeet-Areal zwischen City-Treff und Jahnstraße dringend einer Auffrischung bedarf, ist man sich einig.

Genervt waren zur jüngsten Stadtratsitzung diese Woche die beiden Verwaltungsleute, die schon jede Menge Arbeit in Vorschläge gesteckt hatten, über die sich die Stadtverordneten seit Monaten nicht einigen können: Bau-Fachbereichsleiter Torsten Klaehn und Sachgebietsleiterin Evelyn Stöber. Sie legten drei Varianten vor – Neugestaltung mit verborgenem, also mit Panzerglas verdecktem Bunkereingang, mit freigelegtem Eingang oder mit nicht sichtbarem Bunker unter einer Wiese. Die Frischekur für das Gelände nah dem gerade entstehenden Stadtzentrum würde die Stadt 220 000, 237 000 oder 238 000 Euro kosten, hinzu käme Fördergeld. Der Bauausschuss hatte sich nicht zwischen Vorschlag eins und drei entscheiden können.

Der Stadtverordnete Frank Priefert (SPD) setzte sich mit unendlichen Nachfragen sowie schwer nachvollziehbaren Fragen und Auflistungsforderungen dem Verdacht aus, als Anwohner gegen eine Umgestaltung mit Spielplatzerneuerung zu sein. Klaus Hubrig (Linke) dazu: „Sagen Sie doch einfach, ich bin dagegen, dass der Platz verschönert und dafür Geld ausgegeben wird.“ Torsten Klaehn blieb mit Mühe ruhig: „Ich bereue schon den Tag, an dem wir den Bunker erwähnt und dann so viel Zeit in Gestaltungsvorschläge gesteckt haben.“ Es gehe doch nur um den Grundsatz, Details folgten doch stets erst mit Ausführungsbeschlüssen. Hans-Erwin Baltrusch (VFW) erklärte: „Uns ist völlig unverständlich, warum man Variante zwei ausschließt. Ich kenne keine andere Stadt, die ihre Historie versteckt.“ Und er sagte, Ludwigsfelde werde immer dann interessant, wenn es um Alleinstellung geht. Wie Bettina Lugk (SPD), die den Sportplatz Genshagen oder den Flickenteppich Rehstraße anführt, sagte auch Baltrusch: „Es gibt wichtigeres.“ Sein Antrag auf Weiterberatung fand eine Mehrheit.

Von Jutta Abromeit

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