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Zossen: Vorsätzlich Haus in Brand gesteckt?

Feuerwehreinsatz in ehemaliger Physiotherapie-Praxis Zossen: Vorsätzlich Haus in Brand gesteckt?

Ein Einsatz dieser Größenordnung ist nicht die Norm. 46  Feuerwehrleute waren Montag in Zossen zur Stelle, um einen Brand in einem Haus in der Innenstadt zu bekämpfen. Dort standen Räume einer ehemaligen Physiotherapie in Flammen. Nun ermitteln die Kriminaltechniker zur Brandursache. Einiges spricht dafür, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde.  

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Mit Hilfe einer Drehleiter bekämpften die Einsatzkräfte Glutnester im Dachgebälk des Unglückshauses an der Baruther Straße 13 in Zossen.

Zossen. In der Zossener Innenstadt hat es am Montag gebrannt. Dicker Qualm drang um die Mittagszeit aus einem zweistöckigen, leerstehenden Gebäude an der Baruther Straße 13. Dort standen Räume in der oberen Etage einer ehemaligen Physiotherapie-Praxis in Flammen. Vermutlich wurde das Feuer vorsätzlich gelegt.

Angst vor dem Übergreifen des Feuers auf weitere Gebäude

„Als ich den Rauch gesehen habe, dachte ich zuerst, da brennt eine Mülltonne“, sagte Jörg Peters. Seine Schneiderwerkstatt liegt direkt gegenüber dem Unglücksort. Aber als er auf den Hof gegangen sei, um nachzuschauen, wären schon die Flammen aus dem Dach geschlagen. „Das war genau dort, wo sich die Sauna der geschlossenen Physiotherapie befindet“, so Peters. Fensterglasscheiben seien infolge der enormen Hitzeentwicklung lila angelaufen. „Hoffentlich greift das Feuer nicht auf die angrenzenden Häuser über. Das wäre fürchterlich bei der dichten Bebauung in Zossen.“ Diese Gedanken schossen Peters durch den Kopf, nachdem er die Feuerwehr gerufen hatte. Gleiches taten Autofahrer, die beim Anblick der Rauchschwaden spontan auf der an der Unglücksstelle vorbeiführenden Bundesstraße 96 stoppten und die 112 wählten.

Die Feuerwehr im Einsatz in der Zossener Innenstadt

Die Feuerwehr im Einsatz in der Zossener Innenstadt

Quelle: Pechhold

„Wir wurden um 11.56 Uhr von der Leitstelle alarmiert“, so der Zossener Stadtbrandmeister Stefan Kricke. Als die ersten Kameraden mit ihren Löschfahrzeugen eintrafen, waren alle Fenster in dem bewohnten Teil des Gebäudekomplexes bereits geschlossen. Polizisten betreuten die Anwohner und forderten sie dazu auf, ihre Wohnungen und Geschäftsräume zu ihrer eigenen Sicherheit zu verlassen.

Glutnester im Dachgebälk

Die Feuerwehr löschte die Flammen, die zwei Zimmer im oberen Stockwerk erfasst hatten, und bekämpfte Glutnester im Dachgebälk. Nach rund zwei Stunden traten die ersten Kameraden die Heimfahrt an.


Der Zossener Ortswehrführer Matthias Bleeck und Stadtbrandmeister Stefan Kricke (vl) im Einsatz

Der Zossener Ortswehrführer Matthias Bleeck und Stadtbrandmeister Stefan Kricke (v.l.) im Einsatz.

Quelle: Pechhold

Einsatzleiter war der Zossener Ortswehrführer Matthias Bleeck. Ihm unterstanden 45 Kameraden aus Nächst Neuendorf, Kallinchen, Schöneiche, Zossen, Wünsdorf, Dabendorf und Dahlewitz. „Ein Einsatz dieser Größenordnung ist nicht alltäglich“, sagte Stadtbrandmeister Stefan Kricke.

Während der Löscharbeiten wurden die umliegenden Straßen vorübergehend voll gesperrt. „Der Verkehr auf der viel befahrenen B 96 wurde über Mellensee und Wünsdorf umgeleitet“, so Polizeipressesprecher Axel Schugardt. Kurzzeitig kam es zu Rückstaus.

Mehrere Brandnester deuten auf Brandstiftung hin

Angaben zur genauen Schadenshöhe lägen Schugardt zufolge derzeit noch nicht vor. Allerdings dürfte es sich bei der Schadenssumme um mehrere zehntausend Euro handeln. „Sobald der Brandort gefahrlos betreten werden kann, beginnen Spezialisten der Kriminaltechnik mit der Suche nach den Ursachen“, sagte Schugardt. „Wir haben drei Brandstellen in dem Haus festgestellt“, so Stadtbrandmeister Stefan Kricke. Das deutet auf einen Brandstifter hin, der das Feuer absichtlich gelegt hat.

Von Frank Pechhold

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