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Zossen hofft auf mehr Einwohner

Flächennutzungsplan liegt im Rathaus aus Zossen hofft auf mehr Einwohner

Jede Stadt entwickelt sich weiter, das gilt auch für Zossen. Wie sich das Zossener Stadtbild ändern könnte, kann man jetzt im Rathaus sehen. Dort liegt noch bis Mitte Dezember der Flächennutzungsplan aus. Einen Wachstumsschub erhofft sich Zossen von der BER-Eröffnung.

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Zossen hat den Status eines Mittelzentrums und unterliegt deshalb keiner Siedlungsbeschränkung. Die Einwohnerzahl soll sich um mehr als 3000 erhöhen.

Quelle: Gudrun Schneck

Zossen. Wer wissen möchte, wie sich die Stadt Zossen in den nächsten 15 Jahren verändert, kann im Internet unter www.zossen.de nachschauen oder ins Rathaus gehen. Dort ist der Entwurf des Flächennutzungsplanes (FNP) einsehbar, den die Stadtverordneten kürzlich beschlossen haben. Es ist der erste solche Plan für das Stadtgebiet samt aller Ortsteile. Seit fünf Jahren wird daran gearbeitet.

Im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen muss sich die Stadt Zossen an keine Einwohner-Wachstumsgrenze halten. Mittelzentren dürfen ihre Bevölkerungszahl munter vergrößern. Im Gegenzug sollen sie bestimmte Versorgungsfunktionen für umliegende Gemeinden (weiterführende Schulen, Sport- und Freizeitzentren, Einkaufen, Behörden) wahrnehmen.

Zossen will natürlich wachsen. Würden alle zusätzlichen Siedlungsflächen, welche man jetzt ausweist, tatsächlich bebaut, könnten aus den jetzt knapp 18.000 Einwohnern im Jahre 2030 schon 21.480 geworden sein. Neue Häuser sollen entlang der vorhandenen Verkehrswege entstehen. Straßen, die einseitig bebaut sind, sollen wenn möglich auch auf der anderen Straßenseite eine Häuserzeile erhalten. In den Ortsteilen stehen Lückenschließungen und Verdichtungen im Vordergrund. Bisherige Siedlungskanten sollen begradigt oder abgerundet werden. Ein Beispiel dafür ist ein zusätzlicher Streifen Siedlungsgebiet parallel zur Machnower Straße in Dabendorf. Der benachbarte Grünzug, der von der B96 aus gut zu erkennen ist, wird dadurch ein wenig schmaler.

Der Flächennutzungsplan im Rathaus

Der Entwurf des Zossener Flächennutzungsplanes umfasst mehr als 100 Seiten plus Umweltbericht und Kartenmaterial. Er ist seit heute und bis zum 17. Dezember öffentlich im Rathaus einsehbar.

Die Flächen sind je nach Nutzungsart verschiedenfarbig gekennzeichnet. Sie können, müssen aber nicht bebaut werden. Die Ausweisung erfolgt unabhängig davon, wem der Grund und Boden gehört. Der Plan ist Richtschnur für weitere Entscheidungen.

Mit einem Blick auf den Flächennutzungsplan kann die Stadtverwaltung Investoren sagen, wo diese tätig werden könnten – egal ob mit Gewerbe oder Wohnungsbau. Dasselbe gilt für Häuslebauer oder für Grundeigentümer, die ihren Besitz als Bauland anbieten möchten.

Wo es in Neuhof zu DDR-Zeiten einmal Ferienlager gab, könnten künftig Wohngebiete entstehen. Trotzdem bleiben dort auch Erholungsflächen erhalten – für Ferienhäuser und Wochenend-Bungalows.

Am Zossener Gerichtsberg wurde die „zerfranste“ Siedlungskante in Richtung Weinberge durchgezogen. Damit entsteht Platz für weitere Wohnhäuser. Östlich des Wünsdorfer Sees könnten Villen in lukrativer Lage entstehen.

Vom neuen BER-Flughafen erhoffen sich nicht nur Blankenfelde- Mahlow und Rangsdorf weitere ansiedlungswillige Unternehmen. Zossen möchte solche Bewerber auf Flächen nördlich und östlich des Novero-Werks (ehemals Funkwerk) Dabendorf lotsen. Dort hat die Stadt schon vor 15 Jahren Land gekauft. Grundsätzlich sollen Betriebe nur dort entstehen, wo Hauptverkehrswege liegen und wo Einwohner möglichst wenig gestört werden. Auch zwischen Dabendorf und Nächst Neuendorf ist im Entwurf des Flächennutzungsplanes ein Areal für Gewerbe reserviert. Gleiches trifft auf eine ehemalige Militärfläche nahe des Kreisverkehrs im Anschluss an die ehemalige Brotfabrik in Wünsdorf-Waldstadt zu. Auch neben der Deponie im Ortsteil Schöneiche könnten sich Betriebe ansiedeln – und dort bei Bedarf gleich Wärme und Energie von der Deponiegas-Verwertungsanlage beziehen.

Standorte für neue Kitas oder Schulen sind übrigens nicht ausgewiesen. „Die jetzt bestehenden und schon geplanten Einrichtungen reichen für die nächsten 15 Jahre“, sagt Bürgermeisterin Michaela Schreiber.

Von Gudrun Schneck

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