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360 Hektar für neue Windräder

Zossener Bauausschuss will Energiepark im Wald 360 Hektar für neue Windräder

Noch sind die Grenzen des Gebietes nicht klar umrissen. Doch der Bauausschuss Zossen hat jetzt eine wichtige Vorentscheidung für die Ausweisung einer Windkraft-Potenzialfläche getroffen. In den Flächennutzungsplan der Stadt sollen 360 Hektar aufgenommen werden, die teils nördlich und teils südlich der Landesstraße zwischen Wünsdorf-Waldstadt und Töpchin liegen.

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Zossen. Kriterium für die genaue Grenzziehung wird ein möglichst großer Abstand zu Wohnhäusern sein, sowohl zu denen im Ortsteil Wünsdorf als auch zu denen in Töpchin (Landkreis Dahme-Spreewald). Es handelt sich um Wald und ehemals militärisch genutztes Gelände. Die auf Druck der Bürgerinitiative „Freier Wald“ zustande gekommene einstweilige Sicherung eines eventuellen Landschaftsschutzgebietes „Wierachteiche– Zossener Heide“ ist nicht betroffen.
Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) will den Flächennutzungsplan einschließlich des Teilbereichs Windenergie möglichst rechtssicher machen: „Deshalb haben wir uns mit allen Wind-Potenzialflächen befasst – mit und ohne Berücksichtigung des Landschaftsschutzgebietes Wierachteiche–Zossener Heide. Dieses LSG befindet sich noch im Entwurfsstadium und hat noch keinen Bestand. Im Ergebnis haben wir uns entschieden, dieses Gelände wegen der größeren Nähe zur Siedlungsbebauung nicht als Windpotenzialfläche auszuweisen.“
Die Bürgerinitiative sieht das zwiespältig. BI-Vorsitzender Detlef Gurczik: „Man tut uns zwar den Gefallen, dass die Windräder dann nicht so nah an unseren Häusern stehen, aber wir sind prinzipiell dagegen, Wald für solche Anlagen abzuholzen.“
Seit dem sogenannten Windkrafterlass des Landes Brandenburg aus dem Jahre 2011 ist das Aufstellen von Windrädern im Wald unter bestimmten Voraussetzungen möglich, besonders in Konversionsgebieten. Selbst ein Landschaftsschutzgebiet ist manchmal kein absolutes Ausschlusskriterium mehr. Brandenburg hat das Ziel ausgegeben, zwei Prozent Landesfläche für die Produktion von Windenergie zu nutzen. Dementsprechend sind die Kommunen aufgefordert, zwei Prozent ihrer Gemarkungen für Windparks zu reservieren.
Im Falle von Zossen sind das 360 Hektar. Zwei mögliche Windkraft-Areale aus dem Vorentwurf des Zossener Flächennutzungsplanes sind nach Beteiligung der Träger öffentlicher Belange entfallen. Es handelte sich um Gebiete bei Horstfelde und Schünow. Laut Oberer Luftfahrtbehörde stehen sie nicht mehr für eine Windenergienutzung zur Verfügung, weil sie im Anflugsektor des Verkehrslandeplatzes Schönhagen liegen. Zossen könnte sich weigern, Windpotenzialflächen auszuweisen. Dann allerdings stünden einem unkontrollierten Wildwuchs der „Propeller“ Tür und Tor offen.

Von Gudrun Schneck

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