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Zossen Geschichtsstunde mit Kanonendonner
Lokales Teltow-Fläming Zossen Geschichtsstunde mit Kanonendonner
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00:30 24.03.2018
Lars Geigenmüller (2.v.r.) erklärt den Schülern der Geschwister-Scholl-Schule wie eine Kanone funktioniert. Quelle: Marina Ujlaki
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Dabendorf

Kanonenböller erschütterten in den vergangenen zwei Tagen mit ihrem lauten Gedröhn die Luft in Dabendorf. Auf freiem Feld in der Nähe der Sporthalle zündeten Kanoniere und Rekruten in historischen Uniformen ein Geschütz, das wie aus der Zeit der Befreiungskriege um 1813 schien.

Die Schulkinder standen in sicherer Entfernung und hielten sich die Ohren zu, denn es rummste ordentlich. „Geschichte live erleben“ ist die Idee dieses Projektes für Mädchen und Jungen der Geschwister-Scholl-Schule Zossen.

Die Kanone wurde in der Nähe der Sporthalle der Zossener Geschwister-Scholl-Schule aufgebaut, geladen und gezündet. Quelle: Marina Ujlaki

Vereinsgründer erzählt Schülern vom Krieg der Preußen

Anfang dieser Woche waren deshalb Mitglieder des Großbeerener Traditionsvereins „6 -pfündige Fußbatterie Nr. 16 der brandenburgischen Artilleriebrigade „1813“ (von Spreuth) e.V. an der Schule im Zossener Ortsteil Dabendorf zu Gast.

Mehr zum Thema: Historisches Siegesfest von Großbeeren

Im Geschichtsunterricht der 7. und 9. Klassen berichtete Uwe Kober, Major und Gründungsvater des militärhistorischen Vereins, über die Grausamkeit des Krieges und den Sieg der preußischen Truppen über Napoleon 1813 bei Großbeeren.

Zur Veranschaulichung zeigte er unter anderem die Landwehruniform eines einfachen Soldaten sowie preußische und französische Tschakos.

In authentischer Uniform erklärt Lars Geigenmüller (M.) den Schülern die historische Ausrüstung. Quelle: Marina Ujlaki

Nach dem theoretischen Teil ging es zur praktischen Darstellung auf den Acker, wo die Kanonenschüsse abgefeuert wurden. Wie beim Siegesfest in Großbeeren verwendeten die Männer dafür keine Kanonenkugeln, sondern Kartuschen mit Schießpulver, das mit Mehl versetzt wurde.

Verein will über historische Ereignisse aufklären

Lars Geigenmüller und seine Kameraden vom Großbeerener Verein hatten sich für diese Tage extra freigenommen. „Bei einem Gewaltpräventionsprojekt an der Schule habe ich vor einiger Zeit den Vorschlag für das Projekt gemacht und bin auf offene Ohren gestoßen“, erzählt Geigenmüller.

Ihm geht es dabei nicht um eine Verherrlichung des Krieges, sondern um Aufklärung über die historischen Ereignisse und die harten Bedingungen, unter denen die Soldaten damals leiden mussten.

Die Mädchen und Jungen zeigten sich beeindruckt von den Vorführungen, auch wenn der schneidende Ostwind auf dem Feld vielen doch zu realitätsnah war.

Von Marina Ujlaki

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