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Zossen Den Blick auf die Pose
Lokales Teltow-Fläming Zossen Den Blick auf die Pose
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00:21 03.05.2018
Der Vorsitzende des Angelvereins Sperenberg 1928, Andre Morczeck, beim Hegefischen am Torfsee. Quelle: Gudrun Ott
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Sperenberg

Der Angelverein Sperenberg 1928 hatte seine Mitglieder am Sonnabend zum Hegefischen an den Torfsee eingeladen. Jung und Alt waren erschienen, um Blei, Giebel, Plötze und Rotfeder aus dem Wasser zu holen. Dahinter stand nicht nur Spaß – im See leben zu viele Weißfische, was den See belastet. „Die wenigsten Gewässer haben ein Gleichgewicht zwischen Fried- und Raubfischen“, erklärte Jugendwart Ronny Kunde.

Der 47-Jährige, der seinen Fischereischein mit 30 Jahren gemacht hat, angelt seit seiner Kindheit. Dabei ist ihm das Fangen vom Fisch eigentlich nur Zugabe, denn „ein paar Stunden in der Natur zu sitzen, das ist einfach nur schön“. Ronny Kunde outete sich als Genussmensch. Er ist Pfeifenraucher und Pfeifensammler. Pfeife und Angel, das passe wunderbar zusammen, sagt er. Beides wirke entspannend.

Jugendwart ist Ronny Kunde seit drei Jahren. Er betreut an die 15 Jugendliche, organisiert Workshops, lehrt artgerechtes Töten von Fischen sowie Gewässerökologie.

Leidenschaft in der Familie weitergegeben

Die Leidenschaft fürs Angeln hat er seinem Sohn Niclas weitergegeben. Auch er ist Vereinsmitglied und war beim Hegefischen dabei. „Wir sind einer der wenigen Angelvereine im Kreisanglerverband, der noch Zuwachs hat“, sagt der Vereinsvorsitzende Andre Morczeck.

Jüngstes Mitglied ist Dominik Raschke aus Baruth. Der 14-Jährige gehört erst seit einer Woche dem Verein an. Ihm gefalle es bislang sehr, schwärmte der Jugendliche. Er habe auch schon mal Karpfen und sogar Hechte gefangen. Die habe er allerdings zurück in den See geworfen, betonte er.

Der Jugendwart verriet, dass er die Herausforderung liebt und daher am liebsten auf Raubfisch angelt. „Karpfen sind als Friedfische relativ berechenbar. Das ist beim Raubfisch nicht der Fall. Außerdem können Hechte und Welse böse zubeißen, wenn man sie aus dem Wasser holt.“

Angeln ist eine Wissenschaft, die mit Glück zu tun hat

Man könne ihnen sogar einen Stock ins Maul stellen, mischte sich der 80-jährige Nunsdorfer Manfred Schwitzke ein. Das Angeln sei eine Wissenschaft, die mit Glück zu tun habe, sagt er. Mehrmals war dem Senior am Sonnabendnachmittag der Fisch von der Angel gefallen. „Aber ärgern bringt nichts“, sagte er. Lieber beobachtete er vergnügt zwei Ringelnattern, die sich vorbei an seinen Füßen durchs Schilf schlängelten.

Idylle pur herrscht am vereinseignen, rund sechs Hektar großen See. Das typische Hecht- Schlei-Gewässer hat eine maximale Tiefe von zwei Metern und war früher mal ein Torfstich. Vereinsmitglieder wenden jährlich zwischen 500 und 600 Stunden für die Pflege des Gewässers auf. Im Uferbereich sammeln sie regelmäßig Plastik und Glas ein.

Die Vermüllung habe spürbar zugenommen, beklagte der Vereinsvorsitzende Andre Morczeck. Beim letzten Arbeitseinsatz entdeckte man Autoteile im See. Weil der Verein nicht über die nötige Technik zum Bergen verfügt, wird in den nächsten Tagen die Feuerwehr anrücken.

Von Gudrun Ott

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