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Zossen Federn statt Ringe
Lokales Teltow-Fläming Zossen Federn statt Ringe
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09:19 23.07.2013
Jennifer Fröhling und ihr indianischer Ehemann Dennis Shorty während der Ferienspiele im Thyrower Gemeindezentrum mit den Kindern Hedda (l.) aus Blankensee und Vivian aus Thyrow. Quelle: Gudrun Ott
Thyrow

Sie heißt Jennifer Fröhling, hat langes blond gelocktes Haar und ihr Wesen ist von ansteckender Fröhlichkeit. Seit fast sechs Jahren lebt die Luckenwalderin in Kanada, genauer im äußersten Nordwesten Kanadas, in Yukon. Die Orthopädieschuhmacherin kam als Touristin und verlor ihr Herz an einen Indianer.

Dennis Shorty ist gebürtiges Mitglied des Wolf-Clans der Kaska-Indianer. Sein Volk gehört zu den Ureinwohnern des Yukon. Seit mindestens zwölf Jahrtausenden leben in diesem Territorium seine Vorfahren. Als Ende des 18. Jahrhunderts am Zusammenfluss von Klondike und Yukon-River Gold gefunden wurde, begann hier einer der folgenreichsten Goldräusche. Der Schriftsteller Jack London lebte hier und schrieb unter anderem über den „Lockruf des Goldes“. Dennis Shorty ist im Ross-River-Gebiet aufgewachsen, hat in einer Missionsschule Englisch gelernt und wurde von seinem Großvater in die Jahrhunderte alte indianische Schnitzkunst eingeweiht. Er spricht Kaska, die Sprache seines Volkes, und unterhält sich mit Jennifer in einem Mix aus Kaska-Englisch und Deutsch.

Seit einem Jahr sind Jennifer und Dennis verheiratet. „Wir hatten ein spirituelles, sehr schönes Hochzeitsritual“, erinnert sich die 41-Jährige. „Statt der hierzulande üblichen Ringe tauschten wir Federn. Mein Kleid bestand aus Elchhaut und war selbst genäht.“ Dass während der Zeremonie über dem Paar ein Habicht wie aus dem Nichts auftauchte und über beiden mehrere Kreise zog, bevor er davonstrich, wird als gutes Omen gewertet. „Meine Wurzeln sind im Land Brandenburg“, sagt Jennifer Fröhling, auch wenn ich jetzt Spiritualität lebe. Kanada gibt mir in seiner Weite Frieden und Freiheit.“ Sie greift nach der Hand ihres Mannes und fügt hinzu: „Zuhause fühle ich mich immer dann, wenn Dennis an meiner Seite ist.“

Dennis Shorty wurde in seiner Heimat als Yukon-Tourism-Champion ausgezeichnet, auch weil sich in seiner Kunst die tiefe Liebe zu den Menschen und zur Natur ausdrückt. Für den Sommer 2015 plant das Paar ein großes indianisches Kulturfestival in Thyrow. Teilnehmen werden Indianer vieler verschiedener Völker. „Ein Dankeschön an die vielen positiven Menschen, die wir während der Ferienspiele hier kennenlernen durften“, sagt Jennifer. Noch bis zum 5. August kann Dennis Shorty für Workshops unter der Nummer Tel. 0 17 6/78 38 51 48 gebucht werden. Dann geht's für beide zurück ins Reich der Grizzlybären.

Von Gudrun Ott

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