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11:31 10.10.2018
Freizeittreff-Chef Peter Lehmann und Katrin Noack vom Familienzentrum Baruth freuen sich auf viele Gäste am Tag der offenen Tür. Quelle: Foto:frank Pechhold
Baruth

Freizeittreff und Familienzentrum befinden sich in Baruth unter einem Dach. Treff-Chef Peter Lehmann und Projektleiterin Katrin Noack laden nun für den 17. Oktober zum Tag der offenen Tür ein.

„Wir haben pro Tag durchschnittlich 15 Besucher“, sagt Lehmann. Er weiß, dass da noch viel Luft nach oben ist. Vor einem Jahr schloss der 58-jährige Sozialarbeiter eine Personallücke, die sich im Frühjahr auftat. Am 13. März 2017 wurde die neue Begegnungsstätte eröffnet. Der Jugendtreff befindet sich über der Mensa des von der Kommune für rund drei Millionen Euro gebauten Hort-Komplexes. Als Träger bekam die Berliner Stiftung Sozialpädagogisches Institut den Zuschlag von der Stadt Baruth. Der erste Clubleiter kündigte nach fünf Wochen. Danach war die Begegnungsstätte Monate lang dicht.

Kaum Impulse von den jungen Gästen

Mit Lehmann zog wieder Leben in den Treff ein. Der verheiratete Vater zweier erwachsener Töchter pendelt beruflich zwischen seinem Wohnort Bad Belzig und Baruth. „Das Problem ist nur, dass ich der einzige Betreuer mit 30 Wochenstunden bin“, sagt der Medienpädagoge. Hinzu kämen Schließzeiten wegen Fortbildung, Urlaub und Krankheit. Trotzdem sei es gelungen, die Besucherzahl konstant zu halten. „Fast alle Gäste sind aus der Kernstadt Baruth und wollen meist nur rum chillen.“ Von den Mädchen und Jungen kämen kaum Impulse. Selten werde gemeinsam gebacken oder gekocht. „Und selbst das scheitert dann daran, dass die Küche hinterher wieder aufgeräumt werden muss.“ Trotzdem bleibt Lehmann optimistisch. Der gestandene Gitarrist möchte gerne eine Band gründen und eine Medienwerkstatt etablieren. „Seit zwei Wochen sind wir ein zertifizierte Jugend-Medienzentrum.“

Willkommene Unterstützung erhält Peter Lehmann seit kurzem von Katrin Noack. Die 41-jährige Barutherin leitet das gleich nebenan gelegene Familienzentrum. Und zwar bereits seit Anfang September. „Eine offizielle Eröffnungsfeier gab es nicht. Deshalb laden wir nun gemeinsam zum Tag der offenen Tür ein.“ Etabliert hat sich bereits die Krabbelgruppe. „Die war von vielen Müttern gewünscht und wird auch wirklich gut angenommen.“ Vor allem Mütter, weniger Väter mit Kindern im Alter von neun Wochen bis neun Monaten kommen zur Krabbelgruppe. Auch ältere Geschwisterkinder, die weder einen Kitaplatz noch anderweitig betreut werden können, sind gern gesehen. „Alle Mütter und Väter sind froh darüber, dass es endlich auch in Baruth ein Familienzentrum gibt.“ Sonst hätten sie weiter wie bisher nach Luckenwalde, Lübben oder Zossen fahren müssen, sagt die dreifache Mutter. Familien-Café, Frauenfrühstück, Informationsveranstaltungen in der Hort-Mensa und den kostenlosen Transport zu Info-Runden in anderen Orten möchte Katrin Noack kontinuierlich anbieten. Geplant ist auch eine Kreativ-Werkstatt, in der mit Naturmaterial gebastelt wird. „Ideen gibt es viele.“ Sollten sie gut ankommen, wolle sie die Angebote erweitern, so Noack. „Wenn nicht, dann müssen wir umdenken.“

Von Frank Pechhold

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