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Zossen Strom aus Schlamm
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05:13 28.07.2018
Die Verbandsversammlung des KMS traf sich am Donnerstag im Gebäude des Verbands in Wünsdorf. Quelle: Christian Zielke
Wünsdorf

 Für den Bau einer Schlammfaulungsanlage in Wünsdorf darf sich der KMS über eine Millionenförderung freuen. Auf der Verbandsversammlung am Donnerstag teilte KMS-Vorsteherin Heike Nicolaus mit, dass das Land Brandenburg das Vorhaben mit fast vier Millionen Euro unterstützt. In der Anlage wird der Klärschlamm, der im Tademklärwerk in Wünsdorf anfällt, in Gas umgewandelt, welches anschließend in einem ebenfalls neu zu bauenden Blockheizkraftwerk in Strom verwandelt wird.

Für die Schlammfaulungsanlage, die ähnlich wie eine Biogasanlage in der Landwirtschaft funktioniert und das Blockheizkraftwerk investiert der KMS in diesem und im kommenden Jahr 5,2 Millionen Euro. „Wir haben uns sehr gefreut, dass das Land uns unterstützt“, sagte Heike Nicolaus. Die Förderung ist Teil einer Richtlinie des Ministeriums für Wirtschaft und Energie zur CO2-Einsparung. In Zukunft möchte der KMS rund ein Drittel des Stroms, den das Klärwerk in Wünsdorf benötigt, selbst herstellen. Rund 2,5 Millionen Kilowattstunden verbraucht das Klärwerk derzeit pro Jahr.

Teurere Investitionen machen Nachtragshaushalt notwendig

Nicht alle Vorhaben des KMS stehen finanziell unter einem ähnlich guten Stern. In den vergangenen Monaten war es immer wieder vorgekommen, dass der Verband Ausschreibungen aufheben musste, weil die Angebote der Firmen bis zu 20 Prozent über dem lagen, was im Wirtschaftsplan beschlossen war.

Wegen der höheren Investitionskosten musste der Verband einen Nachtragshaushalt aufstellen, dem die Verbandsversammlung am Donnerstag geschlossen zustimmte. Dass der Nachtrag trotz Verteuerung der einzelnen Maßnahmen im Kostenrahmen bleibt, liegt vor allem daran, dass die meisten Kosten für die Schlammfaulungsanlage erst im kommenden Jahr anfallen. Dadurch gebe es auch Veränderungen bei den Krediten, die die Kommunalaufsicht nun prüft.

Erschließung in Sperenberg und Dabendorf geplant

Somit kann der KMS seine für dieses Jahr geplante Vorhaben umsetzen. Der Dümpelweg in Sperenberg bekommt die geplante Schmutzwassererschließung. Dort war das Ausschreibungsergebnis doppelt so hoch wie die veranschlagte Investitionssumme. In der Brandenburger Straße in Dabendorf lässt der KMS die Trinkwasserleitung erneuern. Dort sei es in der Vergangenheit immer wieder zu Rohrbrüchen gekommen. Mehrere Pumpwerke in Dabendorf werden zudem saniert und mit moderner Technik ausgerüstet.

„Die steigenden Baupreise sind ein echtes Problem“, sagt KMS-Vorsteherin Nicolaus. Dazu kommt die hohe Auslastung der Firmen, die sich aufgrund fehlender Kapazitäten oft gar nicht erst an Ausschreibungen beteiligen. Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) wandte ein, dass die öffentliche Hand für diesen Zustand selbst verantwortlich ist. „Die Grube haben wir uns mit unseren Verordnungen und Vorschriften selbst gegraben“, sagte sie. Wenn Firmen für eine Ausschreibung mehrere Ordner Papier mit abgeben müssten, sei es nicht verwunderlich, wenn diese private Bauherren bevorzugen.

Von Christian Zielke

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