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Zossen Kartoffeln werden traditionell eingelagert
Lokales Teltow-Fläming Zossen Kartoffeln werden traditionell eingelagert
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09:50 22.10.2013
Geschäftsführer Gerhard Linde mit den ersten Kartoffeln, die dieses Jahr in eine Erdmiete kommen. Quelle: Gudrun Schneck
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Sperenberg

Wer wissen will, wo die Kartoffeln gewachsen sind, die er isst, kauft sie direkt beim Landwirt. Auch die Agrargesellschaft Sperenberg bietet in ihrem Hofladen Knollen-Netze ab fünf Kilogramm an.
So recht ist Vorsitzender Gerhard Linde nicht mit der diesjährigen Ernte zufrieden. „Die Kartoffeln sind im Durchschnitt kleiner als sonst“, sagt er. Zwischen 80 und 90 Tonnen Speisekartoffeln verkauft die GmbH pro Jahr. Sie gehen über den eigenen Verkaufstisch an der Baruther Landstraße oder werden an Gaststätten geliefert. Dieser Tage wurde in Sperenberg mit der Einmietung begonnen. Kartoffel-Erdmieten auf dem Feld sind eine stromunabhängige und ökologische Methode zur Lagerung von Wurzelgemüse. Die Kartoffeln werden vorher nur grob von anhaftender Erde gereinigt, da diese Erdkruste die Oberflächen unempfindlich gegen Schimmelpilze macht. „Wir machen das wie unsere Vorfahren“, erklärt Gerhard Linde. „Die Kartoffeln werden aufgehäuft, mit Stroh und Erde vor Licht und Kälte geschützt. So bleiben sie über Monate haltbar. An frostfreien Tagen entnehmen wir dann bei Bedarf die Vorräte.“ Die Agrar GmbH Sperenberg legt zwei Kartoffelmieten an – eine für die vorwiegend mehlig kochende Sorte Adretta, die von 80 Prozent der Kunden verlangt wírd, und eine für die vorwiegend fest kochende Sorte Gala. Sie geht meist an Gaststätten.
Im Hofladen finden die Kunden unter anderem auch Sonnenblumenkerne als Vogelfutter, kleine Bunde Heu und Stroh für die Kleintierhaltung, Weizen, Gerste und Hafer für Pferde und Kaninchen, Körnermais für Jagd und Fischerei – alles aus eigenem Anbau. Die Eier stammen von der Löwendorfer Geflügel GmbH.

Von Gudrun Schneck

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