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Zossen Familie gibt drei Kätzchen ein neues Zuhause
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01:16 09.02.2019
Vom Tierheim in ihr neues Heim: Holly, Jolly und Polly (v.l.) fühlen sich bei Familie Jaspers zu Hause. Quelle: foto: Privat
Zossen

Drei Kätzchen. Fünf Kinder. Eine glückliche Familie. Das Schicksal hat es gut gemeint mit Jolly, Holly und Polly. Kürzlich zogen die schnurrenden Vierbeiner aus dem Tierheim Zossen nach Berlin-Adlershof zur siebenköpfigen Familie von Shirin Jasper. „Hier haben sie die Herzen im Sturm erobert“, freut sich Tierpflegerin Myriam Laser.

Aus dem Tierheim Zossen zu Familie Jasper in Berlin-Adlershof. Das ist die kurze Lebensgeschichte der drei süßen Kätzchen Polly, Holly und Jolly.

Ein Katzenschicksal mit einem glücklichem Ende. Danach sah es lange Zeit nicht aus. Anfang Oktober 2018 wurden vier gerade mal drei Wochen alten Kätzchen im Tierheim abgegeben. „Schreiend saßen sie in einem Karton und verstanden die Welt nicht mehr“, erzählt Myriam Laser. Die Mutter – eine wilde Katze aus der Nachbarschaft – war verschwunden. Eigentlich hätte das für die Katzenbabys den sicheren Tod bedeutet. Aber die Kleinen hatten Glück. Anwohner hörten ihre Hilferufe und brachten sie umgehend ins Tierheim.

Tierpfleger starten Tierärzte-Marathon

Hier wurden sie Jolly, Holly, Polly und Olly getauft. Olly heißt der kleine rote Kater. Jolly eine graue Katze mit dem schmalen, weißen Strich auf der Stirn. „Sie rauft ganz gerne, ist aber kein Draufgänger“, so Laser. Holly ist die zarteste Katze aus dem Wurf: klein, grau, neugierig und aufgeschlossen. Polly gehört eher zu den ruhigen Artgenossen. Sie schmust gerne und bestaunt die Welt.

216 Tiere wurden 2018 im Tierheim Zossen vermittelt.

Dabei handelte es sich um zwei Meerschweinchen, drei Mäuse, sieben Degus, 13 Hamster, jeweils 16 Kaninchen und Vögel, 41 Hunde und 118 Katzen.

Aktuell hoffen im Zossener Tierheim ein Vogel, acht Meerschweinchen, 13 Kaninchen, 17 Katzen, 19 Degus und 21 Hunde auf ein neues und tierliebes Zuhause.

Das Tierheim wird gemeinsam von der Aktion Tier und dem Verein „Schützende Hand“ betrieben. Dieser hatte das Tierheim 1994 gegründet, um Haustiere zu versorgen, die die russischen Soldaten bei ihrem Abzug nicht mitnehmen konnten.

Kontakt: www.aktiontier-zossen.org.

„Leider mussten wir feststellen, dass Polly einen Geburtsfehler hat“, so Myriam Laser. Pollys After war nicht voll entwickelt. Lange Zeit wurde der dünnflüssige Kot über ein Loch in der Vagina abgeführt. „Das funktioniert mit festem Kot jedoch nicht“, sagt Laser. Polly drohte an einer Verstopfung zu sterben. Um das zu verhindern, starteten die Tierpfleger einen Tierärzte-Marathon.

Operation gut überstanden

Endlich fanden sie einen Veterinär, der bereit war, Polly zu operieren. Entgegen allen Erwartungen überstand Polly die Operation und der Geburtsfehler konnte behoben werden.

Tierpflegerin Michaela Gebhardt zog die miauende Rasselbande bei sich zu Hause auf. Olly wurde gemeinsam mit einem anderen Katerchen in tierliebe Hände gegeben. Polly, Jolly und Holly kamen zur Familie Jasper.

Verliebt in zutrauliches Trio

„Eigentlich wollten wir uns Katzen aus dem Berliner Tierheim holen“, sagt Shirin Jasper. Aber dort habe man keine Katze vermitteln können, die ihren Vorstellungen entsprach: familientauglich; lieb zu Kindern, die wie ihre manchmal laut und ungestüm sind.

Rein zufällig wurden Jaspers auf die winzigen Katzen in Zossen aufmerksam. Von einem Stand der „Aktion Tier“ brachte Shirin Jaspers Mann einen Flyer mit nach Hause. Telefonisch vereinbarten Jaspers einen Termin im Tierheim Zossen. „Wir haben uns auch ältere Katzen angeschaut“, so die 41-Jährige. Als sie aber im Gehege von Jolly, Polly und Holly stand, hätte sie das zutrauliche Trio am liebsten gleich mitgenommen.

Katzen-Mama biss sich durch

Wenige Tage später war es so weit. Erst zogen Jolly und Holly, acht Tage danach Polly bei Jaspers ein. Wegen Pollys Behinderung beim Kot lassen wäre Shirin Jasper manchmal fast verzweifelt. Aber die Katzen-Mama biss sich durch, bis es allen Katzen gut ging. „Jetzt haben wir eine zufriedene Polly, die gemeinsam mit ihren Katzenschwestern und unseren fünf Kindern groß werden kann“.

Von Frank Pechhold

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