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Zossen Kleine Hunde ganz groß
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00:29 31.05.2018
Wer wird bei den Cavalier King Charles Spaniel wohl den Sieg davontragen? Quelle: Andrea von Fournier
Dabendorf

Die vielen Laufställe, Sportkarren und Bollerwagen, die am Wochenende in die Mehrzweckhalle Dabendorf geschoben wurden, dienten nicht dem Transport von Babys. Vertreter von 18 Kleinhunde-Rassen und ihre Zweibeiner trafen sich zur Gemeinschafts-Rassehundeausstellung des Verbandes Deutscher Kleinhundezüchter der Landesgruppe Berlin.

Züchter und Hundeliebhaber von weit her

Angereist waren Züchter und Hundeliebhaber aus Deutschland, Dänemark, Schweden, der Schweiz, Polen und Tschechien. Zum vierten Mal waren sie für die Veranstaltung nach Dabendorf gekommen, die diesmal unter dem Motto „Wau Wau Zossen“ stand. Klingt nicht so prickelnd, doch Michael von Paulitz, Landesvorsitzender, findet es wichtig, dass „Zossen“ im Motto vorkommt. „Wir wurden hier so toll aufgenommen und sind froh, dass unsere Zossener Mops-Züchterfamilie Dräbing diese Lokalität empfohlen hat“, sagte von Paulitz. In Dabendorf fände man ideale Bedingungen und mit Bürgermeisterin Michaela Schreiber, selbst Besitzerin eines Golden Retrievers, eine Tierfreundin, die die Schirmherrschaft über die Ausstellungen gern übernahm. Samstag und Sonntag wurden 120 bis 130 Hunde präsentiert und bewertet. Mit vier beziehungsweise fünf Gewinnen in einem Jahr, sogenannten „Anwartschaften“, winkt der deutsche oder internationale Titel „Champion“. Die beiden Richter, der Ire Des Manton und Horst Kliebenstein, sind internationale Richter für alle Rassen. Sie bewerten die Präsentation des Tieres, bei der Figuren gelaufen werden müssen, die Repräsentanz des Hundes und dessen anatomisches Gesamtbild. Dafür schauen sie sich Zähne, Augen, Kopf und Körperbau an. Wesen und Charakter sowie die Ausprägung rassespezifische Merkmale fließen in die Wertung ein.

Eine Hundebett für den Sieger

Richtig glücklich sah Magdalene Sojka aus, als sich ihre Chinese Crestesd Dog-Dame Chula gegen eine Mitbewerberin durchsetzte. Die Braunschweigerin nahm den Siegeranstecker und ein Hundebett als Auszeichnung entgegen. Chula, spanisch für cool, ist ein haarloser Vertreter der Rasse. Ganz anders Andreas und Magdalene Sojka. Die beiden Selbstständigen reisen von Ausstellung zu Ausstellung und haben sich eigens dafür ein Wohnmobil gekauft. „2016 sind wir 40 000 Kilometer unterwegs gewesen“, erzählte Andreas Sojka, während seine Frau die frisch gekürte Siegerin Chula noch einmal knuddelte und in eine Box stellte. Daneben schlief Chica, ebenfalls eine Chinese Crested Hairless, deren sieben Welpen draußen im Wohnmobil ruhten. Kaum zu glauben, dass Andreas Sojka erst nichts vom Hobby seiner Frau hielt. „Wenn man mal damit angefangen hat, macht die Hundezucht glücklich“, sagte er. So empfand es auch die Saarländische Züchterin, deren Möpse energisch bellten, weil sie Freilauf wollten. Alexandra Bülows Malteser dagegen brauchen nicht so viel Bewegung. Die Ahrensfelderin hatte mit ihrem 16 Monate alten Didi am Samstag bereits einen Preis abgeräumt, Sonntag war das Tier mit der hinreißend-weißen Haarpracht noch einmal an den Start.

Natürlich geht es bei den Ausstellungen um Anwartschaften und darum, andere Zuchthunde zu erleben. Doch abends saß man entspannt beim Essen zusammen und fachsimpelte.

Von Andrea von Fournier

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