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Luchweg bleibt auf der Prioritätenliste

Sanieriungsarbeiten in Zossen Luchweg bleibt auf der Prioritätenliste

Die Mehrheit der Anwohner ist aus Kostengründen gegen einen 5-Meter-Ausbau. Immerhin kommen enorme Kosten auf die Anlieger zu. Aufgrund der wenigen Straßenleuchten und um spätere Bauarbeiten an der fertigen Fahrbahn zu vermeiden, sollten die Grundstückseigentümer nun über zusätzliche Leuchten abstimmen.

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Angesichts solcher Löcher im Luchblick sind sich alle einig: Hier muss was passieren.

Quelle: Fred Hasselmann

Zossen. Die Regengüsse in dieser Woche waren einmal mehr Gift für den leicht abschüssigen unbefestigten Luchblick. Die Wassermassen spülten erneut jede Menge Sand und Gestein aus der sandgeschlemmten Schotterdecke auf den asphaltierten Kleinstückenweg. Autofahrer fluchen ob des zerklüfteten Untergrunds, fahren – ohne das zugewachsene Tempo-30-Schild gesehen zu haben – freiwillig langsam.

Anwohner wie Jürgen Kettler können sich noch daran erinnern, dass der Hauptstrang von der B 246 bis zum Wohnhaus Luchblick – einschließlich der beiden Stichwege – mit einer Straßenbreite von drei Metern seit 1983 in Ordnung und verkehrssicher war. „Erst mit dem unsachgemäßen Deckenschluss im Rahmen der Baumaßnahmen Telekom, Gas, Wasser und Abwasser wurde der vorhandene Straßenaufbau in den vergangenen Jahren zerstört“, sagt der Diplomingenieur. Gleiches gelte für die Strecke bis zum Kleinstückenweg. „Dort wurde die Straße als sandgeschlämmte Schotterdecke nach den Erdbauarbeiten für die Verlegung der Medien mit Betonrecycling abgedeckt, das Wasser konnte nicht mehr versickern. Seitdem sind die Straßenschäden erheblich“, so Kettler.

Dieser inzwischen katastrophale Zustand ist nicht nur der Bürgermeisterin und dem Bauamt, sondern auch den Mitgliedern des Bauausschusses bekannt. Deshalb kämpfte man seit längerem darum, den Ausbau des Luchwegs inklusive Luchblick auf die Prioritätenliste Straßenausbau/-neubau der Stadt zu setzen. Inzwischen hat sich der Weg sogar auf Platz 3 vorgearbeitet, dicht vor der Umsetzung. Doch jetzt, da die Stadt begonnen hat, erste Planungen in Auftrag zu geben und zu finanzieren, die betroffenen Bürger über die geplante Baumaßnahme und deren Kosten schriftlich zu informieren – immerhin haben Anlieger laut Straßenausbausatzung 70 Prozent der Kosten zu tragen – regt sich Widerstand. Nur acht Anwohner stimmten in einer Befragung den von der Stadtverwaltung vorgelegten Ausbauvarianten zu. 24 Grundstückseigentümer sprachen sich – bei einer Enthaltung – dagegen aus, die Straße in einer Breite von fünf Metern grundhaft und mit asphaltierter Decke ausbauen zu lassen. Stattdessen schlugen sie vor, die Fahrbahn nur in einer Breite von 3,50 Metern ausbauen zu lassen. Das allerdings hätte zur Folge, dass für den Luchweg eine Einbahnstraßenregelung beantragt werden müsste und sich die Verkehrsbelastung im Kleinstückenweg und der Straße der Befreiung erhöhen würde. Außerdem würde mit dieser Variante innerhalb des Luchwegs ein generelles Halteverbot herrschen.

Ungeachtet dessen schrecken die zu erwartenden Kosten die Anwohner ab. Nach bisherigen Schätzungen kommen Kosten von etwa 8,20 Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche auf die Anlieger zu. Aufgrund der geringen Zahl vorhandener Straßenleuchten in diesem Bereich und um spätere Bauarbeiten an der dann fertigen Fahrbahn zu vermeiden, wurde den Grundstückseigentümern zudem die Möglichkeit eingeräumt, über den Bau einer zusätzlichen Straßenbeleuchtung abzustimmen. Sie müssten mit weiteren Kosten in Höhe von etwa 2,30 Euro je Quadratmeter rechnen.

Keine leichte Aufgabe für den Bauauschuss war es am Mittwochabend, in dieser Sache eine Empfehlung für den Beschluss der Stadtverordneten zu treffen. Sie hatten die Qual der Wahl: 1.) Entweder den Luchweg/Luchblick als laufende Nummer 3 der Prioritätenliste in den Jahren 2013/14 weiterzuführen und entsprechend der von der Stadtverwaltung favorisierten Variante auszubauen oder 2.) den Luchweg/Luchblick von der Prioritätenliste zu streichen oder 3.) die Baumaßnahme in das Jahr 2016 oder Folgejahre zu verschieben oder 4.) als Einbahnstraße in einer Breite von 3,50 Metern herzustellen. Während der ebenso sachlich konstruktiven wie kontroversen Aussprache kristallisierte sich eine deutliche Mehrheit für die Variante 1a heraus. Lediglich Hermann Kühnapfel (CDU) hatte dafür votiert, den Ausbau zu verschieben. Er hatte „Bauchschmerzen“, gegen den Mehrheitswillen der Anlieger zu stimmen. Allerdings stimmte ihn und die anderen Ausschussmitglieder milde, dass die Rechnungen für den Straßenausbau wohl nicht vor 2016 ins Haus flattern werden.

Von Fred Hasselmann

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