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Ludwigsfelder Kreisverkehr soll schöner werden

85.000 Euro für neue Bäume und Co. Ludwigsfelder Kreisverkehr soll schöner werden

In Ludwigsfelde wird einer der größten Kreisverkehre der Region neu bepflanzt. Bisher sieht es dort eher trist aus. Bald soll es grüner und freundlicher sein. Das freut auch viele Anwohner. Sie bemängeln aber auch die Sicherheit des Kreisverkehrs.

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Trist und grau liegt es im Moment noch da, das Kreisverkehr-Rondell in Struveshof. Bis zum Frühjahr soll das westliche Stadttor von Ludwigsfelde neu gestaltet sein.

Quelle: Jutta Abromeit

Ludwigsfelde. Wo am westlichen Ortseingang von Ludwigsfelde vor wenigen Wochen noch 1000 Quadratmeter Klatschmohnrot jeden Auto- und Radfahrer fröhlich grüßten, ist jetzt alles erdfarben trist. Doch Besserung naht,der Landesbetrieb Straßenwesen lässt eines der größten Kreisverkehr-Rondelle der Region jetzt bepflanzen.
Ike Blauhuth wohnt im Ortsteil Siethen und kommt täglich dort vorbei – morgens, wenn der Triebwerksmechaniker die Tochter in die Kita bringt und dann zur Arbeit bei MTU im Industriepark fährt, abends zurück. Ihm ist an diesem Riesenkreisverkehr vor allem eines wichtig: „Er sollte nicht so gestaltet werden wie die Rondelle in Nudow oder Philippsthal/Güterfelde. Oft wird für einen Haufen Geld ein riesiger Erdhügel aufgeschüttet, der es unmöglich macht, über den Kreisel zu gucken.“ Die in den Kreisverkehr kommenden Fahrzeuge sehe man erst sehr spät. „Auch das Blinken fürs Herausfahren erkennt man viel zu spät bis gar nicht. Das hat zur Folge, dass jeder erst anhalten muss, um doch wieder unnötig Sprit zu verjubeln und wieder in Gang zu kommen– schönen Gruß an die Umwelt“, sagt der Siethener. Flach und ebenerdig, wie der Kreisel jetzt ist, so wünscht er ihn sich auch künftig.
Um diese Fläche war schon an anderer Stelle viel diskutiert worden, Stadtväter und -mütter von Ludwigsfelde sehen sie praktisch als Eingangstor in den 24.000-Leute-Ort. Ein Willkommensgruß sollte dorthin, ein optischer Empfang, der Fremde in die Industriestadt einlädt und Pendler morgens verabschiedet oder abends begrüßt. Weil man im Rathaus schon oft unkonventionelle Lösungen mit übergeordneten Behörden fand, wollte man sich mit dem Landesbetrieb Straßenwesen auch über diese Kreisel-Gestaltung einigen. „Uns schwebte was Ähnliches vor wie der Bahnhofskreisverkehr am anderen Ende der Stadt – aber mit Bezug zur märkischen Kiefer, die sich ja auch in unserem Stadtwappen findet“, erklärt Torsten Klaehn, der fürs Bauen zuständige Fachbereichsleiter. Der Kreisel gehört dem Land, weil es sich um eine Landesstraße handelt. Hätte Ludwigsfelde mitreden wollen, hätte die Stadt auch mitbezahlen müssen. Das wollte sie nicht. Nun einigte man sich, „und wir können wenigstens die Kiefernsorte mit aussuchen. Sie sollte nicht so hoch und nicht so dicht wachsen“, sagt der Fachbereichsleiter.
Beim Landesbetrieb ist Wolfgang Heck für Umweltschutz und Landschaftspflege zuständig. Er erklärt der MAZ, was außer Kiefern noch in den Kreisel gepflanzt wird: „Dort kommen Solitärstauden und Gehölze wie Hechtrosen hin, Begleitstauden und Bodendecker.“ Heck spricht von Steppensalbei und Goldwolfsmilch, von Katzenminze und Silberährengras oder Blumen wie Wildtulpen und Sternkugellauch. Das ganze Jahr über soll dort etwas blühen. „Und gestaltet wird die Fläche mit Steinen bis zur Findlingsgröße“, sagt Heck. Das alles ist mit 85.000 Euro veranschlagt, inklusive Pflege für vier Jahre.
Am 12.Dezember zum Fahrplanwechsel will die Bahn den seit Ende 2012 angefahrenen Haltepunkt Struveshof endlich auch mit Fußgängerbrücke und Aufzügen freigeben. Dann soll der Straßenkreisel gestaltet und mit allem bepflanzt sein, was vor dem Winter in die Erde muss.

Von Jutta Abromeit

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