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Zossen Heimatverein-Kalender 2019 über Nottekanal
Lokales Teltow-Fläming Zossen Heimatverein-Kalender 2019 über Nottekanal
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05:15 27.11.2018
Auf der Brücke am neu gestalteten Zossener Notte-Hafen präsentiert Klaus Andrae den Jahreskalender 2019. Quelle: fotos: frank Pechhold (2)
Zossen

„Der Nottekanal zwischen Mellensee und Mittenwalde“ – diesem Thema ist der vom Heimatverein „Alter Krug” Zossen herausgegebene Jahreskalender 2019 gewidmet. Die Texte steuerte Klaus Voeckler bei. Zwölf alte Fotos und Postkarten aus den Archiven von Voeckler, Detlef Klaar und dem Museum des Teltow kommen dazu.

Vordenker war Klaus Voeckler. „Er hat immer wieder eine tolle Idee für den nächsten Kalender“, sagt Klaus Andrae, Leiter des Museums „Alter Krug“. Deshalb rede ihm auch niemand bei der Themenfindung rein. Voeckler wisse am besten, welches Material vorhanden ist und was eventuell noch beschafft werden muss.

Flüsschen wurde kanalisiert

Kurzweilig und anschaulich bebildert wird diesmal die Geschichte der Notte erzählt. „Als Wasserweg mit drei Schleusen ist der Notte seit alters her eine gewisse Bedeutung beizumessen“, schreibt Klaus Voeckler in seinem Begleitwort. Schon seit dem Mittelalter und lange vor der Kanalisierung des Flüsschens sei das in Sperenberg abgebaute Gipsgestein über den Mellensee, Notte und Dahme in kleinen Kähnen nach Berlin verschifft worden.

Längst hat der Kanal seine Bedeutung als Transportgewässer verloren. Verschwunden sind fast alle Badestellen. „Heute lohnt sich eine Bootsfahrt auf der Notte, wenn man einfach nur die Ruhe genießen will“, sagt Klaus Andrae. Für Sensationshungrige dürfte eine Kanal-Tour von Königs Wusterhausen nach Mellensee weniger interessant sein. Villen der Reichen und Schönen laden weder links noch rechts zum Bestaunen an. Stattdessen gibt es teilweise recht urwüchsige Landschaft, Vögel und verkrautete Abschnitte anzuschauen. Motorboote rauschen hier ganz selten durch. Nur ab und zu begegnet man einem Paddelfreund mit Faltboot. „Wenn man Glück hat, dann springt einem der Karpfen gleich ins Boot.“

So langsam geht das Material aus

Gedruckt wurde der Jahreskalender 2019 in einer Auflage von 260 Stück. „Wenn wir alle Exemplare verkaufen, dann bleiben vielleicht 300 bis 400 Euro für den Heimatverein übrig“, sagt Andrae.

Worauf sich die treue Zossener Kalender-Gemeinde 2020 freuen darf, steht noch nicht fest. Klaus Voeckler habe signalisiert, dass ihm so langsam das Material ausgehe, sagt Klaus Andrae. Das will schon etwas heißen. Schließlich beschäftigt sich der 81-Jährige seit 48 Jahren sowohl mit der Geschichte seines Heimatortes Nächst Neuendorf als auch der umliegenden Ortschaften. In dieser Zeit wuchsen die Akten mit historischen Texten, Fotos und Fakten auf mehr als 100 Ordner an. Aus dieser lokalhistorisch einmaligen Sammlung schöpft der Hobby-Historiker Informationen für Bücher und Kalender. „Bis auf zwei Ausnahmen hat Klaus Voeckler maßgeblich an allen bisher erschienenen 23 Jahreskalendern mitgewirkt“, sagt Klaus Andrae. Die anderen beiden Male meisterten die ehrenamtlichen Mitstreiter des Zossener Schulmuseums beziehungsweise Carsten Preuß diese Fleißaufgabe mit Bravour.

Erhältlich ist der Kalender für 8,50 Euro im Büroartikelgeschäft Schwendy, in der Zossener Buchhandlung, am 8. und 9. Dezember zum Weihnachtsmarkt auf dem Hof von Imker Sven Baranowski.

Von Frank Pechhold

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