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Zossen Pascale Hugues liest in der Stadtbibliothek
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00:29 20.05.2018
Pascal Hugues (r.) bei der Lesung und beim Signieren ihres Buches in der Stadtbibliothek Zossen. Quelle: Marina Ujlaki
Zossen

Klug, charmant und humorvoll stellte Pascale Hugues sich und ihr aktuelles Buch „Deutschland à la francaise“ am Dienstag in der Zossener Stadtbibliothek vor. In der besonderen Atmosphäre zwischen engen Bücherregalen, Zeitschriften und frischen Frühlingssträußen konnten die Gäste die französische Autorin und Journalisten ganz aus der Nähe erleben.

Mehr als eine reine Lesung

Dabei war die Begegnung mehr als eine reine Lesung, bei die Schriftstellerin interessante und witzige Passagen aus ihrem neuesten Band vorlas. Die Französin, die seit 20 Jahren in Berlin lebt und als Autorin sowohl für französische als auch deutsche Zeitungen arbeitet, hat sich ihr Interesse und ihre Neugier an anderen Menschen und Orten sowie deren Geschichten bewahrt.

Zwischen zwei Ländern

„Zwischen zwei Ländern zu leben heißt, zwei empfindliche kleine Antennen auf dem Kopf zu haben. Ständig registrieren sie die Unterschiede, was hier anders ist als dort. Da ich kein echtes Zuhause mehr habe, sind diese Antennen in beiden Ländern pausenlos aktiv“, schreibt sie. Ganz Journalistin wollte sie auch mehr über Zossen und Wünsdorf erfahren, wollte wissen, wie die Menschen dort leben und was Brandenburger mit Ostbiografie bewegt. So gestaltete sich der Abend zu einem Gespräch und einem Austausch, bei dem auch Pascal Hugues viele Fragen stellte, sich Erinnerungen und Gedanken ihrer Gesprächspartner notierte. Während Zuhörer feststellten, dass sich Landschaften, Menschen und die Wichtigkeiten seit der Wiedervereinigung auch im Osten verändert haben, erinnert sich Pascal Hugues an diese Umbruchzeit aus einer anderen Perspektive: „Der Osten beschenkte den Westen mit einer Natur im Urzustand. Mir kam es so vor, als sei ich ins Europa der fünfziger Jahre gereist. Und ich verliebte mich in die DDR“. In ihrem Buch „Deutschland à la française“, herausgegeben vom Rowohlt-Verlag, schreibt sie über den Alltag; die Sprache und die Mentalität in Deutschland, diesem Land, das ihr nahe und zugleich noch immer ein bisschen fremd ist. Sie schaut auf das ganz Kleine und sieht darin das ganz Große. Alles ist interessant; wie man zu Abend isst, sich am Telefon meldet, wie man streikt. Auch Klischees überprüft sie. Sind Deutsche wirklich so ordentlich und Franzosen so locker? Wo offenbart sich die deutsche Seele? Wann der französische Esprit?

Veranstaltungsreihe Textlandschaften

Die Veranstaltung in der Bibliothek fand in der Veranstaltungsreihe „Textlandschaften Zossen Wünsdorf 2018 statt, die gemeinsam vom Brandenburgischen Literaturbüro und den Stadtbibliotheken Zossen und Wünsdorf organisiert wird.

Von Marina Ujlaki

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