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Zossen Sieben Millionen Euro für Solarpark-Projekt
Lokales Teltow-Fläming Zossen Sieben Millionen Euro für Solarpark-Projekt
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05:07 02.08.2018
Hasan Kaygusuz von Ka-Energy (r.) bei der Einweihung eines Solarparks in Felgentreu. Quelle: foto: Ka-Energy
Wünsdorf

Sonnenstrom für 1000 Haushalte soll der „Solarpark am Koschewoi-Ring“ liefern. Rund sieben Millionen Euro will die in Berlin ansässige Ka-Energy Solutions GmbH in das Erneuerbare-Energieprojekt auf dem 13 Hektar großen Areal investieren. „Wir wollen die ehemalige Militärfläche einer sinnvollen zivilen Nutzung zuführen“, sagt Geschäftsführer Hasan Kaygusuz.

Grünes Licht für das Wünsdorfer Bauprojekt gaben die Zossener Stadtverordneten. Mit deutlicher Mehrheit stimmten sie kürzlich der Aufstellung des Bebauungsplanes und der frühzeitigen Beteiligung von Bürgern und Behörden zu.

Bürgermeisterin wirbt um Zustimmung

Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) warb vorher vehement um Zustimmung für das Projekt. Schließlich hatten sich sowohl der Wünsdorfer Ortsbeirat klar als auch der Bauausschuss denkbar knapp dagegen ausgesprochen.

Pro und Contra bestimmten auch die Diskussion unter den Stadtverordneten. Edgar Leisten (AfD) zufolge würde mit dem Bau des Solarparkes ein einzigartiges Biotop zerstört. Weiter führte er an, das schon heute für alternativ erzeugten Strom zu wenig Netz- und Speicherkapazitäten zur Verfügung stünden. Sven Baranowski (Bündnis 90/Die Grünen) widersprach Leisten. So eine Solaranlage sei eher förderlich für den Erhalt des seltenen Trockenrasenbiotops. „Ohne Pflege würde das Biotop sonst zuwachsen.“ CDU-Fraktionschef Hermann Kühnapfel (CDU) äußerte sein Unverständnis über Leistens Ablehnungsgründe. Der Trockenrasen unter den Solarmodulen werde nicht beeinträchtigt. Tiere könnten sich frei bewegen. Der ganze Park werde ordentlich eingezäunt. „Im Gegensatz zu Windkraftanlagen werden keine Vögel zerschreddert.“

Stadtverordnete stimmen für Projekt

Mit 16 Ja- zu sechs Nein-Stimmen bei einer Enthaltung wurde der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Solarpark am Koschewoi-Ring“ gefasst.

Die im Flächennutzungsplan der Stadt Zossen als Sonderbaufläche mit der Zweckbestimmung „Solaranlage“ dargestellte Fläche befindet sich in der Gemarkung Zehrensdorf. Auf rund 100 000 Quadratmeter soll eine Solaranlage mit einer Leistung von 7 bis 7,5 Megawatt entstehen. Die verwendeten gerahmten Solarmodule aus Glas werden auf einer Unterkonstruktion aus Aluminium und Stahl befestigt. Der Reihenabstand der Pfosten beträgt 9,5 Meter. Aus versicherungstechnischen Gründen muss die gesamte Anlage mit 2,2 Meter hohen Doppelstabmatten eingezäunt werden.

Investor stellt sich der Herausforderung

„Wir wissen, was da auf uns zukommt“, verweist Hasan Kaygusuz auf zwei in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal errichtete Solarparks und weitere Referenzobjekte. Ein Jahr Arbeit stecke bereits in dem Wünsdorfer Projekt. „Jede brach liegende Fläche ist eine neue Herausforderung für uns“, sagt Kaygusuz. Gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde werde man ein Konzept erstellen, um seltene Tiere und Pflanzen zu schützen. Hinzu kämen Ausgleichsmaßnahmen auf einer mindestens 1,5 Hektar großen Fläche. Mit dem Baustart rechnet er im Jahr 2020. „So ein genehmigter Bebauungsplan dauert in der Regel zwei Jahre. Sollte die Genehmigung doch eher vorliegen, umso besser.“

Von Frank Pechhold

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