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Zossen Stinkesauer über Megastau
Lokales Teltow-Fläming Zossen Stinkesauer über Megastau
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10:11 01.08.2013
Die Baustelle aus der Perspektive des Kraftfahrers. Heute soll die Kreuzung wieder frei befahrbar sein. Quelle: Gudrun Schneck
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Zossen

Bauarbeiten an der Kreuzung von B 96 und Luckenwalder Straße in Zossen verursachten am Dienstag und gestern Staus von teils mehreren 100 Metern. Der Landesbetrieb Straßenwesen ließ dort Fahrbahnschäden auf etwa zehn Metern Länge beheben. Unter anderem hatte sich ein Entwässerungsschacht abgesenkt. Die Firma trug eine neue Binder- und eine neue Deckschicht auf. Laut Detlef Flemming von der Straßenmeisterei Ludwigsfelde müsste die Kreuzung ab heute wieder frei befahrbar sein.

Die halbseitige Sperrung rief bei vielen Kraftfahrern Unverständnis und Ärger hervor. Nicht wegen der sicher notwendigen Arbeiten, sondern wegen des denkbar unpassenden Zeitpunkts. Derzeit ist die B 246 zwischen Zossen und Nächst Neuendorf gesperrt sowie die Verbindungsstraße von Dabendorf nach Telz, so dass die B 96 nach Zossen den gesamten Verkehr aufnehmen musste – und dann auch dort eine Baustelle. „Wer koordiniert so einen Schwachsinn? Kann man die Behörde für die Ausfallzeiten der sinnlos im Stau stehenden Lkws haftbar machen? Ich bin stinkesauer. Wenn ich so arbeiten würde, wäre ich meinen Job los“, schrieb uns ein Zossener Leser.

Straßensperrungen genehmigt normalerweise das Straßenverkehrsamt Teltow-Fläming. Ein MAZ-Anruf dort ergab: „Das ist nicht über unseren Tisch gelaufen. Die Stadt Zossen hat eine Sonderzuständigkeit bei Anordnungen von Baumaßnahmen. Sie muss das wohl selbst genehmigt haben. Wir hatten vorab keine Kenntnis“, so Sachgebietsleiterin Birgit Hinze.

Doch auch die Zossener Bürgermeisterin Michaela Schreiber war vom Beginn der Baumaßnahme überrascht: „Wir haben uns diese Sonderzuständigkeit geholt und dürfen tatsächlich einige Verkehrsschilder selbst aufstellen, aber nicht an Bundessstraßen. Die Stadt und auch das Straßenverkehrsamt Teltow-Fläming sind zwar angehört worden, aber die Genehmigung zum jetzigen Zeitpunkt hat sich der Straßenbaulastträger, der Landesbetrieb Straßenwesen in Cottbus, letztlich selbst erteilt. Das ist bei kurzfristigen Baumaßnahmen an Bundesstraßen möglich.“

Beim Landesbetrieb Straßenwesen war leider kein Verantwortlicher mehr erreichbar, so dass es zunächst deren Geheimnis bleibt, warum die Ausbesserung gerade jetzt erfolgen musste.
Straßenmeister Detlef Flemming vermutet: „Das Geld stand endlich zur Verfügung. Außerhalb der Ferien hätte es die Genehmigung wahrscheinlich nicht mehr gegeben. Die Verkehrsgesellschaft TF legt immer Wert darauf, dass die Schulbusse pünktlich fahren.“ Deren Geschäftsführer Volker Fleischer bestätigt Letzteres, lässt sich aber nicht den schwarzen Peter zuschieben: „Man kann uns nicht übel nehmen, wenn wir die Interessen des öffentlichen Personennahverkehrs vertreten. Unsere Wünsche werden jedoch längst nicht immer berücksichtigt. Die genehmigende Behörde nimmt eine Abwägung vor.“ Diesmal mit fatalem Ergebnis.

Von Gudrun Schneck

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