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Tanzen ist ihre große Leidenschaft

Ludwigsfelder Choreographin Tanzen ist ihre große Leidenschaft

Die Ludwigsfelder Choreographin und Tänzerin Angelika Jehmlich hat am Sonnabend ihr 30-jähriges Studio-Jubiläum mit einer großen Bühnenshow im Ludwigsfelder Klubhaus gefeiert. Die Tanzkarriere der 61-Jährigen ist eine Erfolgsgeschichte der Stadt. Jungen und etwas älteren Tänzerinnen ist Angelika Jehmlich nach wie vor ein Vorbild.

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Mit Stock und Zylinder: Die 61-jährige Angelika Jehmlich tanzt alterslos.

Ludwigsfelde. Die große Show zum 30-jährigen Jubiläum des Tanz- und Bewegungsstudios von Angelika Jehmlich war so gut wie ausverkauft. Rechtzeitig hatten sich die Ludwigsfelder ihre Karten besorgt. Die Choreographin und Tänzerin feierte am Sonnabend im Klubhaus der Stadt ihre Tanzgala.

Endlich große Bühne, das war während der dreijährigen Sanierung des Klubhauses nicht möglich. Den Gästen servierte Angelika Jehmlich Tänze aus dem Repertoire von Kindertanzgruppen und Showballett. Dabei waren Evergreens wie „Ein Freund, ein guter Freund“, „Ich bin die fesche Lola“ und auch „Hello Dolly“. Das Publikum ließ sich mitreißen und klatschte im Takt.

Angelika Jehmlich wirkt alterslos

Die Zuschauer bejubelten auch die acht nicht mehr ganz so jungen Damen der Gymnastikgruppe, die sich zu Berliner Melodien bewegten. Nach dem Titel „Berlin, Berlin, du ewig junge Stadt“ gab es für sie stürmischen Applaus. Angelika Jehmlich sagte, dass es beim Tanzen in erster Linie auf den Spaß ankomme. „Tanzen ist Lebensfreude und wer rastet, der rostet. Tanzen kann man, solange man Lust und Liebe dazu verspürt.“

Die 61-Jährige wirbelte mit Stock und Zylinder über die Bühne, strahlend und scheinbar alterslos, tanzte mit ihren Mädchen zur Melodie „Chim-Chim-Cheree“ aus dem amerikanischen Musical „Mary Poppins“. Lauter Schornsteinfeger – lauter kleine Glücksbringer. Überraschungsgäste waren das Männerballett des KC Blau-Weiss 68 und der Ludwigsfelder Bürgermeister Andreas Igel.

Igel gratulierte mit einem Blumenstrauß zum Jubiläum. Er sagte: „Angelika Jehmlich ist Teil der Kulturgeschichte unserer Stadt.“ Im Alter von neun Jahren begann Jehmlich zu tanzen. Damals als Mitglied im Ensemble des Ludwigsfelder Kulturhauses. Sie machte eine Berufsausbildung mit Abitur, studierte an der Leipziger Theaterhochschule Choreographie und Ballettpädagogik. Als sie nach Ludwigsfelde zurückkehrte, baute sie ihr eigenes Tanzensemble auf – die „Funkengarde“.

Eine Ludwigsfelder Erfolgsgeschichte

Bei den Zuschauern schlugen die tanzbegeisterten Amateure der „Funkengarde“ von Anfang an voll ein. Der klassische Showtanz ist bis heute Angelika Jehmlichs liebste Ausdrucksform. Sie trainiert im eigenen Studio zehn Tanzgruppen und leitet vier Bewegungskurse.

Das Leben der Angelika Jehmlich ist eine Ludwigsfelder Erfolgsgeschichte, sagte ihre frühere Lehrerin Vera Gärtner. Und die 17-jährige Tänzerin Jodie Fieber-Elger, die im Alter von vier Jahren bei Angelika Jehmlich mit dem Tanzen begann, erklärte: „Ich habe nicht nur das Tanzen, ich habe auch Disziplin und Respekt gelernt.“ Und sie habe durch das Training gelernt, sich zu organisieren.

Die Eltern und Großeltern der jungen Tänzerinnen fieberten im Saal mit. Darunter Burkhard Knuth, Alexander Weber und Antje Wollschläger, die den 12-jährigen Tänzerinnen Charlotte und Yara die Daumen drückten. Die beiden Mädchen sagten über Angelika Jehmlich: „Kurz vor den Auftritten ist sie streng, sonst aber immer nett.“ Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.

Von Gudrun Ott

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