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Zossen Forderung nach Tempo 30 endlich erfüllt
Lokales Teltow-Fläming Zossen Forderung nach Tempo 30 endlich erfüllt
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17:01 30.01.2019
Tempo 30 gilt seit kurzem vor der Goetheschule in Zossen. In Kombination mit der Bedarfsampel wird für die Schulkinder der Weg über die viel befahrene B 246 sicherer. Quelle: foto: f. Pechhold
Zossen

Genehmigt. Offen. Abgelehnt. Diese drei Reizworte kennzeichnen den Bearbeitungsstand von Anträgen der Stadt Zossen an das Straßenverkehrsamt des Landkreises Teltow-Fläming. Eine entsprechende Liste liegt allen Stadtverordneten vor.

Allein 27 Positionen enthält die Auflistung der Anträge auf Tempo 30 vor sensiblen Einrichtungen wie Kitas, Schulen und Seniorenheimen. „Im Dezember und Januar wurden ein Antrag genehmigt und drei abgelehnt“, so Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B). Keinen Erfolg hatten die Tempolimit-Anträge für Ortsdurchfahrt einschließlich Seniorenheim Hauskrankenpflege Thieke GmbH in Schöneiche, Paul-Schumann-Sporthalle und Hort in der Wünsdorfer Martin-Luther-Straße. Schreiber kündigte an, für diese Abschnitte neue Anträge zu stellen. Beschlussvorlagen würden für die Stadtverordnetenversammlung im März vorbereitet.

Schulkonferenz schon lange am Ball

Tempo 30 gilt seit kurzem vor der Goetheschule in Zossen. „Das ist cool“, so Arite Schlegel, Vorsitzende des Schulfördervereins. Erst in der jüngsten Schulkonferenz sei beschlossen worden, sich noch einmal für die seit Jahren geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung stark zu machen. Das hatte sich Schulelternsprecher Rainer Oertel – Lebensgefährte von Arite Schlegel – auf die Fahnen geschrieben. Er wollte zum wiederholten Mal eine Eingabe machen, damit endlich was passiert. „Das hat sich ja nun erledigt“, so Schlegel. Völlig überraschend für die Eltern seien die neuen Schilder beidseits der Bedarfsampel aufgestellt worden. Damit ist der Schulweg in diesem Abschnitt der viel befahrenen Bundesstraße 246 sicherer geworden.

„Die Behörden-Mühlen mahlen sehr langsam. Aber manchmal mahlen sie doch noch“, sagt Schulleiterin Gudrun Huschke. Seit mehr als zehn Jahren habe sich die Schulkonferenz um die Tempobegrenzung bemüht. Immer wieder seien die Anträge vom Straßenverkehrsamt abgewiesen worden. „Lehrer und Eltern hatten manchmal Angst um ihre Kinder“, so Huscke. Wenn die Ampel auf „Grün“ umschaltet, gehen die Kinder los, ohne noch einmal nach links und rechts zu schauen. „Unsere Bedenken waren, dass die aus Richtung Telz herbei rauschenden Brummis während der Umschaltphase an der Ampel nicht rechtzeitig zum Stehen kommen“.

Schlegel: „Fast mein Leben gelassen“

Diese Bedenken teilt Arite Schlegel. „An dieser Stelle hätte ich fast mein Leben gelassen“, sagt sie. Einmal sei sie bei „Grün“ einfach los gelaufen, ohne noch einmal nach rechts und links zu schauen. Gott-sei-dank habe sie ein beherzter Bürger zurück gezogen. Sonst wäre sie von einem Lkw erfasst worden, der einfach die für ihn geltende „Rot“-Phase ignoriert hat. „Deshalb schärfe ich meinen beiden Kindern ein, an der Ampel erst zu gucken und dann los zu laufen“.

Von Frank Pechhold

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