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Zossen Wissenswertes über erste eigene Wohnung
Lokales Teltow-Fläming Zossen Wissenswertes über erste eigene Wohnung
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06:03 31.05.2018
Mit dieser Zeichnung seiner fiktiven ersten Wohnung geht Jason Brendel heute im Rangsdorfer Südring-Center auf Möbelsuche. Quelle: fotos: Frank Pechhold (2)
Wünsdorf

Weg von zu Hause, rein in die eigenen vier Wände. Was da früher oder später auf sie zukommt, erfahren die Zehntklässler der Oberschule Wünsdorf in der Projektwoche „Meine erste eigene Wohnung“. Mittwoch war Schuldnerberaterin Kerstin Lenz zu Gast. „Wenn man seine Miete nicht pünktlich bezahlt, droht schlimmstenfalls die Obdachlosigkeit“, so die Leiterin der Schuldner- und Insolvenzberatung Freier Betreuungsverein Teltow-Fläming in der Klasse 10 b. Nach zwei Monaten Mietrückstand flattere die Kündigung ins Haus. „Und dann kriege ich eine Räumungsklage und sitze auf der Straße. Das geht ziemlich schnell.“ Um junge Leute vor der Schulden-Falle zu warnen, gehe sie in Schulen. „Oftmals ist es so, dass Jugendliche in den Familien nicht lernen, richtig mit Geld umzugehen“. Was schon die Oma nicht konnte und die Mutter nicht kann, vermag auch der Sohn nicht. Lenz zufolge sei es gut, wenn sich die Schüler am Ende ihres Vortrages merken: Die mit den roten Haaren war eigentlich ganz cool. Zu der kann ich bei Problemen gehen.

Tim (16) fand Lenz’ Vortrag sehr interessant. Er habe gelernt, dass man sparsam sein sollte. „Mit der ersten Wohnung warte ich ab, bis ich finanziell stabil bin“.

Möbel müssen bezahlbar sein

„Die ganze Projektwoche ist sehr spannend“, so Samira (16). Da bekomme man mit, was im Leben abläuft. „Meine große Schwester sucht jetzt schon seit einem halben Jahr vor allem in Berlin einen Platz in einer Wohngemeinschaft.“ Dass sei verdammt schwierig. Bis jetzt habe sie noch nichts Passendes und Bezahlbares gefunden.

„Donnerstag fahren wir nach Rangsdorf ins Südring-Center“, so Josephine (15). Hier sucht sich jeder bei „Roller“ oder woanders Möbel für seine erste fiktive Wohnung oder ein Zimmer aus. Grundlage sind technische Zeichnungen. „Die Maße dafür haben wir aus einer Wohnung, die wir Montag in Wünsdorf besichtigen durften“. Eine Wohnung mit zwei Zimmern würde Josephine reichen. Die Möbel dürften nur so viel kosten, wie sich ein Azubi leisten kann. „Man muss ja nicht alles neu kaufen.“ Schließlich gebe es auch Alternativen wie Ebay-Kleinanzeigen. „Da bekommt man Couch, Bett und Schränke zusammen schon für 500 Euro“.

Jason rechnet mit 600 bis 1000 Euro Einrichtungskosten

Mit 600 bis 1000 Euro Einrichtungskosten für sein Zimmer rechnet Jason (16) aus der 10a. „Kommt darauf an, was man einkauft.“ Jason will sich sein Zimmer so einrichten, dass er da drin schlafen, sich mit Freunden treffen, ein bisschen entspannen und Fernsehen könne.

Lehrerin Gudrun Störzel hat die Projektwoche organisiert, einen Knigge-Berater der Ludwigsfelder Tanzschule Hueber, einen Makler, Vertreter von Sparkasse und Versicherung eingeladen. „Bisher habe ich nur positive Rückmeldungen bekommen.“ Das Thema „Meine erste eigene Wohnung“ interessiere also. „Deshalb wollen wir es im nächsten Jahr wieder anbieten.“

Von Frank Pechhold

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