Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Zossen Havarie in der „Rappelkiste“
Lokales Teltow-Fläming Zossen Havarie in der „Rappelkiste“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:27 03.12.2018
Kita-Leiterin Sarah Schaub und ihre Kolleginnen riefen gestern alle Eltern an: Die Heizung konnte schneller repariert werden als befürchtet. Quelle: Foto: Abromeit
Wünsdorf

Der Alptraum aller werktätigen Eltern passierte in Wünsdorf: Havarie in der Kita. Vorige Woche, als es so richtig kalt wurde, streikte die Heizung der Einrichtung „Rappelkiste“. Eltern von mehr als 130 Kindern standen plötzlich vor der Frage: Wie kann ich mein Kind oder meine Kinder betreuen oder betreuen lassen? Zum Jahresende hatte kaum noch ein Elternteil Urlaubstage übrig. Die Stadt Zossen hatte vorsichtshalber angekündigt, dass die Kita aufgrund der ausgefallenen Heizung vom 30.November bis einschließlich 7.Dezember geschlossen werden müsse.

Zum Glück konnte Oma helfen

Anja Köpp aus Neuhof ist Mutter dreier Kinder, das Jüngste dreieinhalb Jahre, es wird in der „Rappelkiste“ betreut. „Zum Glück habe ich meine Mutter, sonst hätte ich nicht gewusst, was wird“, erklärt sie. Andere Mütter erzählen, dass sie keinen Urlaub mehr haben und unbezahlt frei nehmen müssten, wenn die Heizungsreparatur noch diese Woche gedauert hätte.

Am MAZ-Telefon sagten zwei Mütter, es sei ihnen empfohlen worden, sich doch krankschreiben zu lassen, weil die Stadt keine Ausweichbetreuung anbieten könne. Eine junge Frau erklärt: „Mein Lebensgefährte ist selbstständig und kann jetzt vor Weihnachten überhaupt nicht zu hause bleiben.“

Die am Montag noch verwaiste Kita "Rappelkiste" im Zossener Ortsteil Wünsdorf. Quelle: Jutta Abromeit

Warum die Anfangsidee, die Kinder auf umliegende Einrichtungen zu verteilen, nicht realisiert werden konnte, erklärt Sarah Schaub, die Kita-Leiterin: „Die Arbeit hätten wir uns ja gemacht – aber es waren nirgends mehr Plätze frei.“ Genau wie die eigene Einrichtung arbeiteten alle Zossener Kitas im Umfeld an der Kapazitätsgrenze. „Und wer soll in solch einem Fall die Verantwortung für eine Überbelegung übernehmen? Es ging nicht anders“, erklärt sie.

Drei Angebote waren nötig

Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) erklärt zur Situation: „Am 26. November war die Heizung ausgefallen, der sofort unternommene Reparaturversuch schlug fehl.“ Deshalb habe die komplette Heizungsanlage ausgetauscht werden müssen, so die Zossener Rathauschefin. Weil abzusehen war, dass der Auftrag zwischen 10.000 und 20.000 Euro liegen würde, habe er ausgeschrieben werden müssen, um mindestens drei Angebote zu bekommen, erklärt sie. Das sei umgehend passiert, am Mittwoch habe sie den Auftrag unterschrieben.

Eltern sind erleichtert

Der ausgewählte Handwerker habe die Anlage sofort bestellt, am Freitag sei sie geliefert worden. „Der Handwerker war sogar bereit, am Wochenende zu arbeiten, damit die Heizung am Montag wieder läuft und die Kinder wieder betreut werden können“, erklärt Schreiber. Und sie sagt: „Tatsächlich wurden die Kinder genau einen Tag, am Freitag, dem 30.11., nicht betreut.“

Am Montag wäre es zwar schon wieder möglich gewesen, doch so schnell hatten nicht alle Eltern informiert werden können. Das sei jetzt jedoch erledigt, seit Dienstag herrscht in der „Rappelkiste“ Am Eiskutenberg in Wünsdorf wieder Kita-Alltag. „Was für eine Erleichterung“, schreibt Familie Petzold.

Von Jutta Abromeit

Ein Mann hat eine 26-Jährige auf offener Straße von hinten in den Intimbereich gefasst. Die Frau verfolgte den Täter und konnte der Polizei eine genaue Personenbeschreibung liefern.

03.12.2018

Die Mitglieder des Vereins „Lebensstadt“ und der TIW haben bei einem „Glühwein unterm Weihnachtsbaum“ den neuen Begegnungs- und Entspannungsplatz am alten Krankenhaus eingeweiht. Dort kann man unter anderem auf einem begehbaren Feld Schach spielen.

02.12.2018

Am Montag gibt es Schienenersatzerverkehr bei der S 2 zwischen Blankenfelde und Lichtenrade. Außerdem fährt ein Ersatzbus für zwei frühe Züge des RE 7.

02.12.2018