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Zossen Stadt zieht positive Bilanz
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05:20 29.10.2018
Fred Hasselmann und Bürgermeisterin Michaela Schreiber an den Fototafeln, der Vorlage für eine neue Broschüre über 15 Jahre Stadt Zossen. Quelle: Andrea von Fournier
Zossen

Vor genau 15 Jahren wurde durch die Brandenburger Gemeindegebietsreform das Amt Zossen aufgelöst und die amtsfreie Stadt Zossen geschaffen, Geburtsstunde der Stadt in ihrer heutigen Struktur.

Zossen erinnert

Um daran zu erinnern, hatte die Stadt am Freitagnachmittag zu einer Veranstaltung aus der Reihe „2018 – Zossen erinnert…“ ins Rathaus eingeladen. Seit 2013 existiert dieses Format, das regelmäßig an historische Ereignisse, städtische Jubiläen und Geburtstage wichtiger Persönlichkeiten anknüpft. Stadtverordnete, Ortsbeiräte, ehemalige Gemeindevertreter und einige Neugierige folgten diesmal dem Ruf zu einer kommunalpolitischen Rückschau.

Paukenschlag per Order

Damals, im Jahr 2003, war die Gemeindefusion ein Paukenschlag per Order „von oben“, gegen den es Entrüstungsstürme und juristische Auflehnungen in Brandenburger Gemeinden gab. So auch in Zossen. Die Gemeinde Glienick prozessierte gegen die „Zwangsehe“, ihre Verfassungsbeschwerde scheiterte 2005. Der damalige Akt katapultierte den einzigen Amtsdirektor Zossens nach der Wende, Hartmut Klucke, aus dem Sessel. Michaela Schreiber (Plan B) wurde Bürgermeisterin der neuen Stadt. Mit einer kleinen Chronologie, statistischen Fakten und Medientexten, wie diese zunächst gar nicht positiv empfundene Reform in Zossen ablief, führte der für Öffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung zuständige Mitarbeiter, Fred Hasselmann, in das Thema ein.

„Zwangsvereinigung“ kam doch

Die Gedanken der Anwesenden konzentrierten sich auf eine Zeit, die von vielen Brandenburgern eben noch als eine Etappe der Stabilisierung erlebt wurde. Das Amt Zossen war mit der Kommunalverfassung 1992 entstanden, elf Gemeinden und die Stadt mit über 11 000 Einwohnern gehörten dazu. Dass vor allem in den Randgebieten von Berlin und Potsdam winzigste Ämter ohne nötige Infrastruktur ihren hoheitlichen Aufgaben nicht gewachsen und nicht entwicklungsfähig waren, sah man in Zossen kaum. Das Land regte den freiwilligen Zusammenschluss zu Groß-Gemeinden an und lockte mit „Kopfprämien“. „Wünsdorfer wollen sich keine Zwangsvereinigung überstülpen lassen“, titelte die MAZ 1995 und Dieter Jungbluth, damals dort Ortsvorsteher, nickte zustimmend. Durch die Gebietsreform 2003 kam die „Zwangsvereinigung“ doch.

Freiwilliger Zusammenschluss hätte viel Geld gebracht

„Wenn man es heute betrachtet, hätte uns ein freiwilliger Zusammenschluss so viel Geld beschert, dass wir schuldenfrei hätten starten können“, resümierte Michaela Schreiber und auch die Ex-Stadtverordnete Karola Andrae (FDP) konnte so manche Episode beisteuern. Trotz der Altschulden der sieben, ab 2007 zehn, Ortsteile und sechs bewohnten Gemeindeteile und Rathausmitarbeitern, die manches neu lernen mussten, entwickelte sich die neue Großgemeinde danach prächtig. Tafeln mit Fotos aus den Regionen an der Wand illustrierten das. „Da fehlt noch unser Kita-Anbau“, so Matthias Wilke (Plan B), Ortsbeirat in Schöneiche. „Das kommt noch“, versprach Fred Hasselmann, der bis zum Jahresende eine Broschüre mit Fotos und Infos erstellt. „Ich finde die einheitliche Beschilderung in Zossen und den Ortsteilen eine wichtige und gelungene Errungenschaft“, so Hasselmann.

Von Andrea von Fournier

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