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19:18 14.03.2019
Quelle: picture alliance / imageBROKER
Zossen

In Zossen soll die Biodiversität gefördert werden. Darauf einigten sich die Stadtverordneten am Mittwoch. Im Stadtblatt soll in Zukunft darüber informiert werden, wie Bürger Lebensräume heimischer Arten schützen und aufwerten können.

Diesem Beschluss war eine lebhafte Diskussion vorausgegangen, denn ein Antrag der Fraktion Die Linke zu dem Thema war weitreichender formuliert gewesen. Die Linken hatten vorgeschlagen, weitere bienenfreundliche Projekte in Zossen zu starten. Außerdem sollte Pächtern auf kommunalen Feldern verboten werden, Pestizide zu benutzen und Grünflächen sollten von Firmen mit kommunaler Beteiligung ebenfalls ohne Pestizide gepflegt werden.

Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) kritisierte die Linken für ihren Vorstoß und den Tenor, der in dem Antrag mitschwang. „Für uns als Stadt trifft es nicht zu, wir tun seit vielen Jahren viel an der Stelle“, sagte sie in der Stadtverordentenversammlung.

Tatsächlich verzichten die Stadt und alle von der Stadt beauftragten Firmen bereits seit 2009 auf kommunalen Flächen auf chemisch-synthetische Pestizide. Einzige Ausnahme ist die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Laut CDU-Fraktion wurden in den vergangenen Jahren außerdem in der Stadt viele Fledermauskästen und Brutkästen für Singvögel angebracht.

Auch Hermann Kühnapfel (CDU) stimmte dem Linken-Antrag nicht zu. Natürlich wolle er die Insekten schützen und Pestizide zurückdrängen. Er hält die angedachten Verbote aber für unrealistisch. „Wir können nicht alle Bürger zu einer Sache verdonnern“, sagte er. Seine Fraktion brachte schließlich die Idee ein, im Stadtblatt zu veröffentlichen, wie Biodiversität geschützt werden kann. Diesem Vorschlag stimmten alle Stadtverordneten zu.

Im Garten oder auf dem Balkon könnten mit relativ einfachen Mitteln Lebensräume für bedrohte Insekten geschaffen werden, heißt es in der Begründung der CDU. Gemeinsam mit dem Inkerverein will die Stadt Zossen nun eine Informationsreihe starten um das bundesweite Thema „Bienen“ aufzugreifen. In Bayern hatte ein Volksbegehren im Februar mit mehr als 1,7 Millionen Unterschriften erreicht, dass ein Bienenschutz-Gesetz entstehen muss.

Von Jonas Nayda

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