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Zug für Schulausflug ist abgefahren

Unternehmen hat nicht genug Platz für Schulgruppe Zug für Schulausflug ist abgefahren

Die Deutsche Bahn lehnt es ab, eine Gruppe von 160 Schülern aus Dabendorf mitzunehmen. Obwohl ein Reisetrag gestellt wurde. Begründung: Die Waggons seien ausgelastet,  man habe höchstens Platz für 70 Schüler. Die anderen 90 Kinder müssen mit dem Bus fahren. Der Schulausflug wird nun deutlich teurer. Die Schulleiterin ist erbost über die Bahn.

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Schulleiterin Ingrid Rindler

Quelle: Fabian Frenzel

Dabendorf. Wie kommen 160 Schüler problemlos mit einem Gruppenticket à 5,40 Euro pro Kind in einem Zug von Dabendorf nach Berlin? Vor dieser Frage steht Ingrid Rindler, Schulleiterin der Grundschule Dabendorf (Teltow-Fläming). Sie ist mächtig sauer auf den Service der Deutschen Bahn, die es abgelehnt hat, am 3.September 160 Schüler von Dabendorf nach Berlin, Zoologischer Garten, zu befördern. „Wir sind mit der Lehrerin im Gespräch und haben darauf hingewiesen, dass die Gruppe mit 160 Schülern sehr groß ist“, so Bahnsprecher Holger Auferkamp. Der von der Schule ausgesuchte Zug – Abfahrt 8.21 Uhr mit dem RE7 – habe in der 2.Klasse eine Platzkapazität von 258 Plätzen und sei „im Berufsverkehr ohnehin gut ausgelastet“, so Auferkamp. Offizell schlägt die Bahn der Schule nun vor, die Gruppe zu teilen und zudem den RE 3 – mit Umsteigen – zu nutzen.

Im persönlichen Gespräch habe die Bahn der Pädagogin erklärt, dass sie auch versuchen könne, mit den 160 Kindern in Dabendorf einzusteigen. „Man könne uns aber nicht garantieren, ob alle Kinder mitkommen und schon gar nicht, dass sie einen Sitzplatz bekommen“, sagt Rindler. Darauf will sich die Schulleiterin allerdings nicht einlassen. „Was ist, wenn die Kinder in den Gängen stehen und der Zug scharf bremst?“, fragt sie. Dieses Sicherheitsrisiko sei ihr zu hoch. Schon zig Mal ist die 60-jährige Lehrerin früher mit Schulkindern nach Berlin gefahren. Das habe immer geklappt.

Auch im Juni, als die Schulfahrt mit 160 Teilnehmern anlässlich des Kindertags stattfinden sollte, habe die Bahn die Gruppenfahrt genehmigt, so Rindler. Bahnsprecher Auferkamp sagt dazu, dass jede Zusage davon abhänge, wie die Züge am fraglichen Tag voraussichtlich ausgelastet sind. Rindler sagte die Fahrt damals ab, weil auf der Strecke Schienenersatzverkehr mit Bussen gefahren wurde. „Eltern hatten uns darüber informiert, sonst hätten wir da morgens mit 160 Leuten vor einem Bus gestanden“, so Rindler.

Für sie indes steht fest: Nur die größeren Kinder der 5. und 6. Klasse – etwa 70 Schüler – werden am 3. September mit der Bahn fahren. „Ich dränge darauf, dass ich für deren Beförderung vorab eine Zusage bekomme.“ Für die restlichen 90 werden Busse geordert. Im Mathematikunterricht haben die Kinder gestern bereits ausgerechnet, dass dies für die Schule rund 1000 Euro teurer wird. Dennoch, so eine enttäuschte Schulleiterin, werde sie künftig wohl Schulfahrten ohne die DB planen. Sie stellt der Bahn „ein Armutszeugnis“ aus.

Von Fred Hasselmann

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Schulfahrt aus Platzgründen abgesagt

Alles war geplant, der Besuch im Zoo, die Fahrt mit dem Zug nach Berlin. Die 160 Schüler der Grundschule hatten sich schon auf einen Ausflug nach Berlin gefreut. Doch dieser droht nun zu platzen. Weil die Bahn sich überfordert fühlt. Sie kann höchstens 70 Schüler mitnehmen. Die Bahn will sich am Donnerstag äußern.

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