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Teltow-Fläming Zossener Bahnhof wieder zu haben – trotz TV-Kochprofis
Lokales Teltow-Fläming Zossener Bahnhof wieder zu haben – trotz TV-Kochprofis
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12:10 29.10.2016
Ein neuer Pächter soll ab Januar 2017 Steakhouse, Bistro und Hostel im Bahnhof Zossen betreiben. Die Ausschreibung läuft. Quelle: Frank Pechhold
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Zossen

Der Bahnhof in Zossen ist wieder zu haben. Pächter Michael Wadefuhl hört aus gesundheitlichen Gründen zum Jahresende auf. Nun sucht die Stadt einen Nachfolger, der Steakhouse, Bistro und Hostel in dem für 2,9 Millionen Euro sanierten und ausgestatteten Gebäude ab Januar 2017 betreibt.

„Man wird ja nicht jünger“, sagt der 60-Jährige. Weil die Gesundheit spürbar nachließ, habe ihm seine Frau gesagt: „Besser du ziehst jetzt die Notbremse, bevor es zu spät ist.“ Also kündigte Wadefuhl seinen Pachtvertrag. Dabei war alles ganz anders vorgesehen. Große Pläne hatte der gestandene Gastronom in seiner Wahlheimatstadt Zossen. Michael Wadefuhl gab im Rathaus das einzige Angebot für die Betreibung des Bahnhofs ab. Ein Familienunternehmen sollte es werden, mit ihm in Küche und Bistro, Tochter Sandra Wadefuhl als Steakhouse-Leiterin, Schwiegersohn Sven Wadefuhl als Hostel-Chef, Köchen und Servicekräften. Dass „Gastronomie in einem Bahnhof ein schwieriges Geschäft ist”, war Michael Wadefuhl klar. Trotzdem wollte er noch mal so richtig durchstarten.

Gäste blieben aus

Aber zunächst gab es einen Fehlstart. Bauverzögerungen führten dazu, dass Steakhouse und Bistro erst Ende Juli 2014, rund zwei Monate später als geplant, öffnen konnten, obwohl das Personal zum Ursprungstermin eingestellt worden war und bezahlt werden musste. Mitte 2015 riefen Wadefuhls Tochter und Schwiegersohn die Kochprofis des Fernsehsenders RTL II zu Hilfe. Weil das wegen der Arbeiten im Hostel-Bereich eingerüstete und verhüllte Bahnhofsgebäude einer großen Baustelle glich, blieben die Gäste im Steakhouse aus.

Die Kochprofis zu Gast in Zossen. Quelle: Frank Pechhold

In dieser schwierigen Situation griff die Stadt Wadefuhl unter die Arme, ließ ein wuchtiges Werbebanner mit der Aufschrift „Steakhouse – Wir haben geöffnet“ anfertigen und erließ ihm für die Bauzeit die Pacht. Dafür war Wadepfuhl der Kommune sehr dankbar. Trotz dieser finanziellen Entlastung musste er monatlich 10 000 Euro Lohnkosten für seine sieben Mitarbeiter aus der eigenen Tasche bezahlen. „Und dann kam 2016 noch die Sperrung der Bundesstraße 96 hinzu. Das war die nächste Breitseite und hat sich bei den Umsätzen bemerkbar gemacht“, sagt Wadefuhl.

Michael Wadefuhl hat seinen Pachtvertrag zum Jahresende gekündigt. Quelle: Frank Pechhold

Mit solchen Problemen müsse sich sein Nachfolger nicht mehr herumschlagen. Einerseits endet der Ausbau der B96 in absehbarer Zeit. Andererseits „haben wir Steakhouse und Bistro in der Stadt etabliert. Damit hat der Bahnhof sein Schmuddelimage abgelegt.“

Möglichen Nachfolger gibt es bereits

Wadefuhl zufolge gibt es schon einen potenziellen Nachfolger, der sein Gastronomie-Konzept fortführen wolle und wisse, was finanziell in dem für 41 Gäste ausgelegten Hostel auf ihn zukommt. Hier müsse man 80 000 bis 85 000 Euro in die Ausstattung mit Mobiliar und elektrischen Geräten investieren.

Ob Wadefuhls Wunschnachfolger das Rennen macht, bleibt abzuwarten. „Wir versuchen, bis Januar einen neuen Betreiber zu finden“, sagt Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B). Als man damals Steakhouse, Bistro und Hostel als Paket ausgeschrieben habe, „war der Bahnhof noch eine Baustelle. Nun ist alles komplett fertig.“ Das sei der große Vorteil bei der bundesweiten Ausschreibung jetzt.

Von Frank Pechhold

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