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Zossener Rosenkönigin gekrönt

Schützen- und Sommerfest in Dabendorf Zossener Rosenkönigin gekrönt

Die Regentschaft von Maximilian I. hat ein Ende, beim Schützen- und Sommerfest in Dabendorf hat die Schützengilde eine neue Zossener Rosenkönigin gekürt und gleich mit drei Salutschüssen bedacht. Ihr Name: Vivien I. Die Bürgermeisterin überreichte die Schärpe – nun steht Königin Vivien ein anstrengendes Jahr bevor.

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Bei der ersten Rede ans Volk: Rosenkönigin Vivien I.

Quelle: Stephan Laude

Zossen. Die Stadt Zossen hat eine neue Rosenkönigin. Ihr Name: Vivien I. Die 23-Jährige, die im normalen Leben Sekretärin ist, wurde am Samstagnachmittag beim Schützen- und Sommerfest in Dabendorf gekürt. Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber überreichte Zepter, Schärpe und Krone.

Damit auch dem letzten Dabendorfer nicht entgehen konnte, dass eine neue Regentschaft begonnen hat, feuerte die Schützengilde drei Salutschüsse ab. Vivien I. tritt die Nachfolge von Prinz Maximilian I. an. Für ein Jahr wird sie Zossen nun auf verschiedenen Veranstaltungen repräsentieren. Die ersten Termine stehen schon fest, etwa in Baruth und Nächst Neuendorf.

Gut möglich, dass auch weiter entfernte Städte und Dörfer dazu kommen. Ortsvorsteher Andreas Noack jedenfalls berichtet: „Rosenköniginnen haben in ganz Deutschland zu tun.“ Sie würden Zossen auch dort bekannt machen, wo kein Mensch wisse, wo die Stadt liegt. Wer Rosenkönigin oder Rosenprinz wird, das wird bis zur Krönung immer möglichst geheim gehalten. Aber wer die Entscheidung trifft, ist kein Geheimnis: der Laga-Verein – also jener Verein, der sich seit Jahren bemüht, die brandenburgische Landesgartenschau nach Zossen zu holen. Der Vereinsvorsitzende, der – historisch gewandet – als Eustachius von Schlieben bei der Krönungszeremonie mit auf der Bühne stand und eigentlich Gerd Krause heißt, sagte, es habe mehrere Bewerberinnen gegeben. Die Gekürte sprach von „harter Konkurrenz“. Die Mitbewerberinnen seien sehr nett gewesen, sie freue sich jetzt auf das Amt.

Dass in Dabendorf eine Rosenkönigin gekürt wird, mag zunächst etwas verwundern, weil es dort keine Rosen gibt, jedenfalls nicht mehr als in vergleichbaren anderen Orten. Aber im Stadtpark von Zossen findet man welche. Bei den dortigen Rosenfesten war allerdings nicht allzu viel los, weshalb man sich vor einigen Jahren entschloss, die Veranstaltungen in Dabendorf und Zossen zusammenzulegen. In Dabendorf seien immer mehr Leute gekommen als in Zossen. Gerd Krause weist darauf hin, dass die Rosen in Zossen nicht nur wegen der Rosenkönigin wichtig sind, man könne vor den prächtigen Blüten auch heiraten.

Wichtige Akteure beim Fest sind auch die Mitglieder des Dabendorfer Karneval Club. Im Festumzug überwogen aber nicht deren knallig roten Uniformen, sondern die grünen der Schützengilde zu Zossen. Die wurde, wie ihr 1. Vorsitzender Ulrich Steinberg berichtet, im Jahr 1711 erstmals erwähnt. Es sei nicht auszuschließen, dass sie noch länger existiert. Unter den Nazis seien aus den Schützengilden „Kriegervereine“ gemacht worden. 1945 folgte das Verbot. Vor 18 Jahren wurde die Zossener Schützengilde dann neu gegründet. Seitdem ist Steinberg ihr Vorsitzender.

Der Umzug vor der Krönung der Rosenkönigin hatte zunächst zum Dabendorfer Kriegerdenkmal geführt. Dort wurden Blumen niedergelegt, zur Erinnerung an die Gefallenen, von denen viele auch Mitglied in der Schützengilde waren.

Für Unterhaltung beim dreitägigen Fest sorgte unter anderem der Gemischte Chor Dabendorf. Zudem waren Fahrgeschäfte aufgebaut, am Freitag- und Samstagabend wurde zu Disco-Musik getanzt. Da blieb der Zuspruch allerdings etwas unter den Erwartungen. Als Grund vermuten die Veranstalter die Gewitterwarnungen. Und Fußball habe es ja auch noch gegeben.

Von Stephan Laude

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