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Zossener Vereine stellen sich vor

Bürgerschaftliches Engagement Zossener Vereine stellen sich vor

Insgesamt 100 Vereine gibt es in der Stadt Zossen und ihren Ortsteilen, 29 von ihnen präsentierten sich am Sonnabend beim 13. Fest der Vereine der Öffentlichkeit. Mit dabei waren Imker und Technik-Spezialisten, aber auch Bürgerinitiativen und internationale vernetzte Gesellschaften.

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Ulrich Steinberg, der Vorsitzender der Schützengilde zu Zossen, bei der Eröffnung des Festes der Vereine in Zossen.

Quelle: Stephan Laude (3)

Zossen. Punktgenau zum Einmarsch der Vereine begann der Sonnenschein – eine gute Voraussetzung, um auch die 13. Ausgabe des Festes der Vereine im Zossener Stadtpark zum Erfolg werden zu lassen. Das Schöne an diesem Fest ist: Es gibt zwar Sponsoren, die an den Eingängen ihre Werbebanner aufhängen dürfen, trotzdem gilt: Das Fest der Vereine ist kein Händlerfest. Im Mittelpunkt stehen wirklich die Vereine; etwa 100 gibt es in Zossen und seinen Ortsteilen, 29 waren diesmal dabei. Ziel ist es, neue Mitglieder zu werben. Und das scheint zu klappen, denn viele, die in den Vereinen aktiv sind, sind über das Fest dazugestoßen. Weil die Veranstaltung diesmal zu Pfingsten stattfand, stand sie in Konkurrenz zu vielen anderen Angeboten in der Region und darüber hinaus. Trotzdem war der Zuspruch wieder groß.

Nach dem Einmarsch, angeführt von den Musikern der Potsdamer Neuen Wache, und den Salutschüssen der Schützengilde zu Zossen durfte sich der Imkerverein Zossen-Wünsdorf über den Wanderpokal freuen. Er wird immer an den Verein überreicht, der seine Arbeit am besten präsentiert. Die Entscheidung treffen die Vereine per Stimmzettel selbst, jeder darf drei Kreuze machen. Die Imker haben den Pokal zum dritten Mal gewonnen, nun dürfen sie ihn behalten. Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) hält aber schon einen neuen bereit. Die Imker stellen auf jedem Fest einen anderen Aspekt ihrer Arbeit in den Mittelpunkt. Anhand sogenannter Schaubeuten wurde den Besuchern am Sonnabend vermittelt, wie ein Bienenstaat funktioniert. In den Beuten kann man ihn beobachten, ohne Gefahr zu laufen, gestochen zu werden. Ein Kernsatz des Vereinsvorsitzenden Reinhard Ortelt: „Bienen gehören zu den intelligentesten Lebewesen.“

60 Unterschriften nach einer Stunde

Am Stand der Bürgerinitiative (BI) Freier Wald wurde für Unterschriften zum Volksbegehren gegen den weiteren Ausbau von Windkraftanlagen in Wäldern geworben. Schon Anfang 2012 hätten sich nach Angaben des BI-Vorsitzenden Detlef Gurczik im Wald zwischen Wünsdorf, Kallinchen und Schöneiche eigentlich 32 Windräder drehen sollen. „Bis jetzt dreht sich keins“, sagte Gurczik. Die Bürgerinitiative sieht das als ihren Erfolg. Unterschriften für das Volksbegehren können in den Verwaltungen geleistet werden. In die Unterschriftenlisten für den Erhalt des Polizeireviers Zossen konnte man sich an Ort und Stelle eintragen. Am Infostand der Stadt hatten bereits eine Stunde nach Eröffnung 60 Besucher ihre Namen in die Listen gesetzt.

Der Kultur- und Bürgerverein Glienick bot für einen Euro Tassen mit Untertasse an, und zwar im klassischen Blümchen-Dekor. Die Tassen hatten einen Gutschein-Aufkleber, für den ihre Besitzer im Glienicker „Kreativ Kaffee“ eine Tasse Kaffee gratis bekommen – und das voraussichtlich ab Herbst. Denn noch gibt es die Einrichtung nicht. Der Verein ist noch dabei, die ehemalige Gaststätte „Zur Waage“ für die neuen Zwecke auf Vordermann zu bringen. In den Räumlichkeiten sollen zum Beispiel Möglichkeiten zum Spielen und für Handarbeiten angeboten werden. Auch Lesungen werden auf dem Programm stehen, wie der Vereinsvorsitzende Heinz Günter Langner berichtet. Und der Kaffee werde auf jeden Fall nicht aus der Thermoskanne kommen. „Es gibt richtige Kaffeespezialitäten“, verspricht Langner.

Funken macht auch trotz Handy noch Spaß

Zu den Vereinen, die am Sonnabend zum ersten Mal dabei waren, gehört der Ortsverband Blankenfelde/Zossen im Deutschen Amateur-Radio-Club. Nicht wenige Besucher zeigten sich erstaunt: Amateurfunk gibt es also auch noch – obwohl man längst mit jedem Handy problemlos überall auf der Welt anrufen kann. „Was wir machen, hat mit dem Telefonieren überhaupt nichts zu tun“, sagt Gunter Urbanek, der Ortsverbandsvorsitzende. Ron Jerke verweist auf das Spannende beim Funken: „Man weiß nie, wer antwortet.“ Im Falle eines Falles, zum Beispiel bei Katastrophen, können Verband und Verein auch Notfunk anbieten.

Ein Verein aus Berlin war auch gekommen: die Gesellschaft für solidarische Entwicklungsarbeit. Mit ihr werden bald zwei junge Zossenerinnen beim Abschluss eines Projektes auf den Philippinen dabei sein. Eine von ihnen ist die 22-jährige Friseurin Isabell Siewert. Sie bot am Vereinsstand handgefertigte Taschen aus Bolivien an. Durch den Erlös soll der Aufenthalt der Teilnehmer auf den Philippinen mitfinanziert werden. Bei dem Projekt geht es um das Thema Kolonialismus.

Von Stephan Laude

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