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Zossens Bürgermeisterin überrascht alle

Neuer Vorschlag zu Schulneubau Dabendorf Zossens Bürgermeisterin überrascht alle

Nach Ärger mit dem Landkreis Teltow-Fläming überrascht Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber mit einem völlig neuen Vorschlag zum Bau der Dabendorfer Gesamtschule: Nun soll die Zossener Wohnungsbaugesellschaft (ZWG) das Projekt in die Tat umsetzen. Haushaltstechnisch gesehen scheint das ein kluger Schachzug.

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Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule im Zossener Ortsteil Dabendorf.

Quelle: Nadine Pensold

Zossen . Die neue Dabendorfer Gesamtschule soll von der Zossener Wohnungsbaugesellschaft (ZWG) gebaut werden – und nicht wie bisher geplant von der Stadt. Diesen Vorschlag unterbreitete Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) Donnerstag im Finanzausschuss. Dessen Mitglieder gaben dafür grünes Licht. Der Charme dieser Variante: Mit der Abkopplung des dafür benötigten Millionen-Kredites vom Haushalt 2015 müsste die Kreis-Kommunalaufsicht den Etat nicht mehr genehmigen.

Die Stadt würde dafür das Grundstück, das für den Schulneubau vorgesehen ist, ihrer eigenen Tochtergesellschaft ZWG in Erbbaupacht mit einer Laufzeit von 99 Jahren übertragen. Die ZWG nimmt dann einen Kredit auf, dessen Höhe noch nicht fest steht, und baut die Schule nach den vorhandenen Plänen. Nach der Fertigstellung zahlt die Stadt 20 Jahre lang eine ortsübliche Gewerbemiete an die ZWG. „Mit dieser Idee hat uns die Bürgermeisterin völlig überrascht“, sagt der Finanzausschuss-Vorsitzende Hans-Jürgen Lüders (SPD).

Eigentlicher Ideengeber ist ZWG-Geschäftsführer Thomas Kosicki. „Wir können hier vom Unvermögen der Politik profitieren. Deshalb habe ich der Stadt diese Lösung vorgeschlagen“, sagt er. Bürgermeisterin Schreiber hofft, auf diese Weise den seit mehr als einem Jahr zwischen der Stadt Zossen und der Kommunalaufsicht des Landkreises Teltow-Fläming schwelenden Streit über die Kreditaufnahme für den Schulneubau zu beenden.

Erst kürzlich hatte Schreiber in Abstimmung mit dem Finanzausschuss eine weitere Alternative ins Gespräch gebracht. Wie berichtet signalisierte die Stadt ihre Bereitschaft, die an den Haushalt gekoppelte Kreditaufnahme für den Schulneubau in Dabendorf von 34 auf 29,25 Millionen Euro zu reduzieren. Allerdings sieht sich die Kommunalaufsicht nicht in der Lage, diesen Vorschlag bis zur Sommerpause zu prüfen. „Wir können uns auf den Kopf stellen und Pirouetten drehen. Wir werden keine Genehmigung vom Kreis bekommen“, sagte Schreiber im Finanzausschuss.

Nach dieser Information schlug der Ausschuss-Vorsitzende Hans-Jürgen Lüders vor, den Kreis in die Verantwortung zu nehmen und ihm die Dabendorfer Gesamtschule zu übertragen. Anschließend erläuterte die Bürgermeisterin ihre Idee. Der stimmten die Ausschussmitglieder Petra Miersch (Freie Wähler), Sven Reimer (CDU), Annkathrin Loy (Linke), Wilfried Käthe und Andreas Noack (beide Plan B) zu.

Montag berät der ZWG-Aufsichtsrat über den neuen Schulbau-Vorschlag. Eine Zustimmung ist dem Vernehmen nach reine Formsache. Dem Aufsichtsrat gehören Michaela Schreiber, Petra Miersch, Annkathrin Loy, Andreas Noack und Thomas Blanke (CDU) an.

Von Frank Pechhold

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