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Teltow-Fläming Zülowseen in Rangsdorf sind saniert
Lokales Teltow-Fläming Zülowseen in Rangsdorf sind saniert
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05:25 27.05.2016
Vertreter von Behörden und Unternehmen sowie Angler und viele Rangsdorfer wollten sehen, was aus den Zülowseen geworden ist. Quelle: Christian Zielke
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Rangsdorf

Es war, sagt Hartmut Wassmann, wie eine Operation am offenen Herzen. Wäre sie schiefgelaufen, hätten viele Fische ihr Leben gelassen, sagt der Wasser-Experte. Doch die Operation verlief glatt und dem Patienten Zülowseeniederung geht es so gut wie lange nicht.

Hintergrund

Die Zülowseen bestehen auch sechs Gewässern und dem Zülowkanal. Sie entstanden Anfang des 19. Jahrhunderts aus Torfstichen.

Heute leben dort seltene Arten wie die große Teichmuschel oder der Schlammpeitzker.

900 000 Euro kostete die Sanierung des sechs Hektar großen Gebietes.

Am Donnerstag wurde die Sanierung der Zülowseen in Rangsdorf offiziell für abgeschlossen erklärt. Das Naturschutzgebiet inmitten des Ortes soll künftig aus eigener Kraft funktionieren. Dafür wurden 8000 Kubikmeter Schlamm abgesaugt und 3000 Tonnen Material entfernt. „Unser Ziel war es, die ökologische Durchlässigkeit wieder herzustellen“, sagt Franziska Lück vom Umweltplanungsbüro Terra Urbana. Dazu musste vor allem die Schlammschicht beseitigt werden, die in den vergangen Jahren durch Laub und Pflanzen immer dicker geworden war. Weil die Zülowseen ein sensibles Gebiet sind, waren Bagger und anderes schweres Gerät tabu. Stattdessen wurde der Schlick mit einem Amphibienfahrzeug von der Wasseroberfläche abgesaugt. In einem Zelt wurde der Schlamm dann gepresst und das frische Wasser zurück geleitet. Denn Wasser ist ein knappes Gut in dem Naturschutzgebiet. Wenn der Sommer heiß ist, stehen einige der kleinen Seen oft kurz vorm Austrocknen, sagten einige der anwesenden Angler. Sie blieben auch skeptisch, ob mit der Sanierung wirklich der große Wurf gelungen sei. Uwe Zastrow vom Kreisanglerverband Zossen sprach von einem Schritt in die richtige Richtung: „Wenn der Schlamm rauskommt, ist das immer gut.“ Das verbessere die Lebensbedingungen für Aale, Karpfen, Hechte und Schleie, die in den Zülowseen leben.

Mit Amphibienfahrzeugen wurde der Schlamm abgesaugt. Quelle: Christian Zielke

„Natürlich geht es auch immer um eine gewisse Effizienz“, sagt Antje Girschick, die Geschäftsführerin der kommunalen Gesellschaft BADC, die die Sanierung betreut und finanziert hat. Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) hofft, dass die Frischekur für die Zülowseen erst der Anfang ist. Bald sollen auch der Machnower See, die Poweseeniederung und der Jordangraben mit Geld aus Ausgleichsmaßnahmen des Flughafens BER aufgewertet werden. Dazu gebe es jedoch noch eine Menge Abstimmungsbedarf bei den zahlreichen Behörden, die an dem Vorhaben beteiligt sind. „Für den Rangsdorfer See ist das leider nicht möglich, da der touristisch genutzt wird“, sagte Rocher. Torsten Woitke, der Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbands Dahme-Notte, versprach, den Bereich rund um den Zülowkanal regelmäßig zu beräumen, damit die Pflanzen nicht wieder die Oberhand bekommen. Laut Wasserexperte Hartmut Wassmann seien erste Erfolge der Sanierung bereits messbar. An einigen Stellen sei es gelungen, die Nährstoffkonzentration im Wasser um 90 Prozent zu senken.

Von Christian Zielke

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