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Zufriedene Mitarbeiter sind das Erfolgsrezept

Marzahna Zufriedene Mitarbeiter sind das Erfolgsrezept

Am Dienstag feiert die Baumschule Marzahna nicht nur ihr traditionelles Hoffest – Der Betrieb wird 25 Jahre alt. Statt einer großen Jubiläumsfeier setzt der Chef lieber auf glückliche Mitarbeiter.

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Für das 16. Hoffest werden in der Baumschule Marzahna noch die letzten Kübel zurechtgerückt.

Quelle: Isabelle Richter

Marzahna. In der Baumschule Marzahna wird fleißig dekoriert. Beim diesjährigen Hoffest am Dienstag gibt es wieder einiges zum Gucken und Anfassen. Gäste sollen sich bei der Gestaltung ihres Gartens von den vielfältigen Blüten und Sträuchern inspirieren lassen, denn der Trend geht zum Exklusiven.

Gärtnermeister Jörn Martin berichtet: „Selbst ein Supermarkt macht keine Standardbepflanzung mehr.“

Obstbäume sind nach wie vor beliebt

Damit das neu erworbene Grün nicht gleich wieder eingeht, steht das Gärtnerteam in Marzahna ihren Kunden beratend zur Seite. „Berufstätige Menschen wollen eher einen pflegeleichten Garten“, sagt Jörn Martin. Bonsai-Bäume sind dort eher Fehl am Platz. Dennoch betont der Gärtnermeister: „Es gibt keinen Garten, in dem man nichts machen muss.“ Obstbäume ständen aber nach wie vor hoch im Kurs.

Besucher können deshalb am Dienstag auch ihre geernteten Äpfel mit nach Marzahna bringen und deren Sorte bestimmen lassen. Passend dazu gibt es ein kulinarisches Angebot „aus allem, was zum Herbst passt“, so Martin.

Für Unterhaltung sorgen die Fläming-Musikanten. Kinder können sich auf einer Natur-Hüpfburg aus Stroh austoben.

Zurzeit wird noch ein Azubi gesucht

Nebenbei feiert die Baumschule außerdem ihr 25-jähriges Bestehen. Damals noch gründete Hans Lehmann den Betrieb und setzte die ersten Jungpflanzen. Ein Jahr später stieg Jörn Martin mit ein. Der ehemalige Jüterboger führt das Geschäft heute als Einzelunternehmer und hat elf Mitarbeiter.

In den vergangenen Jahren, schätzt der Pflanzenfreund, habe er rund 80 Lehrlinge und Umschüler ausgebildet. Eine gute Bilanz. Doch auch Jörn Martin hat damit zu kämpfen, jedes Jahr neuen Gärtnernachwuchs zu finden. Drei Frauen befinden sich derzeit noch bei ihm in der Ausbildung. Für dieses Jahr hat er noch keinen Azubi gefunden.

Die Zufriedenheit der Mitarbeiter hat Priorität

Die Möglichkeit einzusteigen, bestünde aber noch, so der Gärtnermeister. Statt einer schriftlichen Bewerbung ziehe er das persönliches Gespräch vor. Denn Jörn Martin achtet sehr auf ein gutes Betriebsklima. „Jeder sollte gerne zur Arbeit kommen“, sagt er.

Auf eine zusätzliche 25-Jahr-Feier hat er deshalb bewusst verzichtet. Mit dem gesparten Geld möchte er für seine Mitarbeiter lieber einen Aufenthalts- und Schulungsraum einrichten.

Von Isabelle Richter

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