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Zunehmend Personalsorgen beim Winterdienst

Dahmeland-Fläming Zunehmend Personalsorgen beim Winterdienst

Für die Beschäftigten der Räumfirmen, der kommunalen Bauhöfe und der Straßenmeistereien beginnt dieser Tage die härteste Zeit im Jahr. Wann immer es Schneit oder friert, müssen sie los, egal zu welcher Uhrzeit. Die Leute dafür zu finden, wird schwerer, sagt Jörg Träger vom Landesbetrieb Straßenwesen.

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Rainer Leitmeyer vom Betriebshof Königs Wusterhausen mit dem Streugut, dass in der Stadt für diesen Winter zur Verfügung steht.

Quelle: Gerlinde Irmscher.

Dahmeland-Fläming. In den vergangenen Tagen sanken die Temperaturen nachts bereits teilweise empfindlich unter den Gefrierpunkt, was für die Autofahrer bisher aber nur geringe Folgen hatte: Sie mussten lediglich, wenn sie Pech hatten, ihre Scheibe freikratzen.

Die Beschäftigten der Räumfirmen, der kommunalen Bauhöfe und der Straßenmeistereien sind da schon stärker gefragt. Für sie ist wieder die Zeit der kurzen Nächte angebrochen: Wenn der Alarm geht, müssen sie los. Egal zu welcher Uhrzeit. In der Straßenmeisterei Wünsdorf etwa haben die Fahrer in den vergangenen Tagen schon Kontrollfahrten absolviert, es waren auch schon kleinere Streueinsätze dabei. Besonders auf Brücken, weil dort Wind und aufsteigende Feuchtigkeit eine besonders glätteträchtige Kombination abgeben.

1000 Tonnen Streugut sind gebunkert

Die Männer haben sich dafür in ihre Fahrzeuge geschwungen und sind einige der 300 Kilometer ihres Streckennetz abgefahren. Fazit: Die Autos funktionieren, Salz und Streugut liegt dort, wo sie hingehören. Rund 1000 Tonnen haben die Straßenmeistereien, die sich um die Bundes- und Landesstraßen sowie einige Kreisstraßen der Region kümmern, gebunkert. Auch die Schichtpläne sind so eingetaktet, dass jetzt mehr Leute abrufbar sind als im milden Oktober. „Wir haben alle Straßenmeistereien besucht und festgestellt, dass die Einsatzbereitschaft überall gegeben ist“, berichtet der stellvertretende Betriebsdienst-Regionalleiter des Landesbetriebs Straßenwesen, Jörg Träger. Trotzdem sei nicht alles rosig.

Zum einen gehen Mitarbeiter in den Ruhestand und nicht alle Stellen werden nachbesetzt. Zum anderen passiere es auch, dass Mitarbeiter, die älter sind als 50, ihren Lkw-Führerschein abgeben müssen, weil sie bei der ärztlichen Untersuchung durchfallen. Das zehrt am Personal. „Punktuell wurde deshalb mit Saisonkräften aufgestockt“, sagt Träger. Die zu finden, ist aber auch schwierig, weil der Markt kaum Leute mit Lkw-Führerschein hergibt. „Deshalb konnten in diesem Winter nicht alle Wünsche der Autobahnmeistereien erfüllt werden“, sagt Träger. Selbst von den Bewerbern mit Lkw-Schein sagten zwei wieder ab: „Die haben das Fahrzeug angeschaut und gesagt, das ist zu modern. Das schaffe ich nicht.“

Autofahrer müssen aufmerksamer sein

Trotzdem sei die Straßenräumung abgesichert. Falls so viel Schnee fällt, dass die vier Fahrzeuge der Straßenmeisterei nicht ausreichen, werden Partnerfirmen beauftragt. „In jedem Fall müssen die Autofahrer aber jetzt aufmerksamer sein“, sagt Träger. „Winter ist nun mal Winter, da kann ich nicht mehr jede zugelassene Geschwindigkeit ausreizen.“

Von Oliver Fischer

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