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Zusätzlicher Elektriker für den Bauhof

Rangsdorf Zusätzlicher Elektriker für den Bauhof

Im dritten Anlauf hat die Rangsdorfer Gemeindevertretung den zweiten Elektriker für den Bauhof bewilligt. Er soll das Problem der defekten Straßenbeleuchtung lösen das im Ort für immer mehr Frust und Unverständnis sorgt. Bis zum Herbst, so die Hoffnung, soll ein großer Teil der Laternen wieder leuchten.

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Am 4. Juli wurden sämtliche Laternen in Rangsdorf abgeschaltet.

Quelle: Zielke

Rangsdorf. Die Erleichterung war Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) anzumerken. Im dritten Anlauf hatte er es geschafft, die Rangsdorfer Gemeindevertretung von der Notwendigkeit eines zweiten Elektrikers für den kommunalen Bauhof zu überzeugen.

Anwohner sind sauer

Erleichtert war er aber auch, weil mit der Abstimmung die Debatte über Schuld und Verantwortung für den katastrophalen Zustand der Straßenbeleuchtung ein Ende hatte. Martina Richter brachte stellvertretend für alle Rangsdorfer, die derzeit unter der flächendeckenden Abschaltung ihrer Laternen leiden, auf den Punkt: „Es ist ein Skandal, dass die Beleuchtung abgeschaltet ist. Wie konnte das passieren?“, wollte die sehbehinderte Frau wissen, die jeden Morgen im Dunkeln mit einer Taschenlampe zum Bahnhof läuft.

Kritik am Bürgermeister

Auch aus den Reihen der Gemeindevertreter kam Kritik an Bürgermeister und Verwaltung. „Seit Klein Kienitz hätten Sie wissen müssen, dass es Probleme mit der Beleuchtung gibt“, spielte Ralph Brockhaus (SPD) auf das Problem der Laternen in Klein Kienitz an, die seit November aus Sicherheitsgründen abgeschaltet sind. Brockhaus warf Rocher Führungsschwäche vor. „Sie tragen als Bürgermeister letztlich die Verantwortung.“

Schlüpen: Haben die eine oder andere Frage nicht gestellt

Peter Wetzel, Vorsitzender der Linken-Fraktion, kritisierte die Informationspolitik der Verwaltung: „Uns Gemeindevertretern wurde nie gesagt, warum es zu dieser Situation kam.“ Da die Gemeinde sich immer einen eigenen Elektriker geleistet habe, sei er davon ausgegangen, dass die Beleuchtung wie vorgeschrieben gewartet und überprüft wird. Detlef Schlüpen (SPD) räumte ein, als Gemeindevertreter „die eine oder andere Frage nicht gestellt zu haben“. Er kritisierte, dass der Bürgermeister stets wiederhole, dass es sich bei der Straßenbeleuchtung um eine freiwillige Aufgabe der Gemeinde handelt. „Wir haben die Bürger an den Kosten für die Leuchten beteiligt und stellen pro Jahr Geld für den Strom in den Haushalt. Also haben wir daraus eine selbstverständliche Aufgabe gemacht“, sagte Schlüpen.

Es dauert bis zum Herbst, bis die Laternen wieder leuchten

Trotz des zweiten Elektrikers wird es wohl noch mindestens bis zum Herbst dauern, bis weite Teile der Rangsdorfer Laternen wieder leuchten. Zusätzlich zu der neuen Kraft im Bauhof werden auch Elektrounternehmen die mehr als 1000 Leuchten überprüfen und reparieren. „Wir werden auch nicht um den Neubau herumkommen“, sagte Bürgermeister Rocher. Vor allem an den Ortseingängen an der Kienitzer, Groß Machnower und Bergstraße muss die Stromeinspeisung erneuert werden. Vorsichtshalber hat die Gemeindevertretung die Anhebung der Wertgrenze für den Nachtragshaushalt beschlossen. Statt bei 100 000 Euro muss künftig erst bei einer Überschreitung der Ausgaben von mehr als 200 000 Euro ein neuer Etat aufgestellt werden.
Klaus Rocher ist optimistisch angesichts der finanziellen Entwicklung. In den ersten beiden Quartalen habe die Gemeinde mehr Einkommenssteuer eingenommen als geplant, und ein Prozent in allen Ressorts gespart. Vom Landkreis wird eine höhere Erstattung der Kosten des Kita-Personals erwartet.

Von Christian Zielke

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