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Zutritt nur mit Fahrkarte

Ausstellung in Petkus über Kreiskleinbahn Zutritt nur mit Fahrkarte

Für den Zug braucht man eine Fahrkarte. Das galt am Mittwoch auch für die Eisenbahn-Ausstellung in der Alten Schule und Küsterei in Petkus. Neben Schranken, Gleisen und Zügen fühlen sich die Besucher wie in einer Eisenbahn-Welt. Ausgelöst hat die Schau ein kleiner Junge.

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Georg Hein hat die Ausstellung in Petkus zusammengestellt.

Quelle: Margrit Hahn

Petkus. „Wir wollen ja nicht als Schwarzfahrer gelten“, sagte Barbara Nitzsche lachend. Die Chefin des Vereins für Arbeitsförderung und berufliche Bildung (VAB) war gespannt, was ihr Kollege Georg Hein dieses Mal auf die Beine gestellt hatte. „Das ist ja fast wie im Märchenland“, freute sie sich beim Anblick der vielen alten Lokomotiven und Waggons.

Innerhalb von fünf Monaten schuf Georg Hein ein kleines Eisenbahn-Eldorado. Er fuhr von Flohmarkt zu Flohmarkt, um alle Utensilien zusammen zu bekommen. Zu sehen sind nicht nur 60 Loks, 100 Waggons und diverse Kleinteile, sondern auch alte Lampen, Lautsprecher, Heizungen sowie Briefmarken und Fahrkarten. Auch dieses Mal wurde Liebe zum Detail bewiesen. So war der Tisch mit Mitropageschirr eingedeckt. Der Fahrgast . . . ähem, Besucher bekam das Gefühl, sein Zug würde jeden Moment abfahren. Mit Ausstellungen kennt sich der 63-Jährige inzwischen aus. Es ist bereits seine zehnte Schau – und immer zu einem anderen Thema.

Der Luckenwalder Bernd Schmidl erinnert sich gut an seine Fahrten mit der Kleinbahn quer durch die Region. Er ist früher von Luckenwalde nach Petkus gefahren und weiß noch, dass die Tour ewig dauerte. „Ein Radfahrer, der schnell fuhr, war eher am Ziel“, erzählt Schmidl. Lustig in der Ausstellung sind die beiden Puppen, als Oma und Opa verkleidet. Sie sitzen im Zugabteil. Ihre Koffer und Taschen wurden in die Gepäckablage gestellt. In der Hand halten sie ihre Fahrkarten – von Luckenwalde nach Esslingen am Neckar. „Ja, die Rentner hatten es damals gut, die durften in den Westen fahren“, sagt Georg Hein schmunzelnd. Er ist früher auch mit der Bahn gereist, meist nach Berlin oder nach Trassenheide.

Dass er ausgerechnet eine Eisenbahn-Ausstellung zeigt, verdankt der Jänickendorfer seinem vierjährigen Enkel Leon. Dieser wünschte sich von Opa eine Eisenbahnplatte. Daraus erwuchs die Idee, alles „rund um die Eisenbahn“ zu zeigen. In der Kürze der Zeit schaffte es Hein zwar nicht, die Platte selbst zu bauen. Aber der Luckenwalder Waldemar Hatscher bot ihm seine Hilfe an.

Wer sein Zugwissen testen will, kann am Eisenbahnquiz teilnehmen. Unter anderem wird danach gefragt, wann die Kreiskleinbahn in der Region in Betrieb genommen wurde und wie lang diese Strecken insgesamt waren. Die Ausstellung ist bis Mitte November zu sehen und bietet die Möglichkeit, diverse Kleinteile zu kaufen. „Alles was ich an Schienen und Zubehör in der Ausstellung nicht verwendet habe, kommt unter den Hammer“, sagt Hein.

Von Margrit Hahn

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