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Zuzugsort ringt um neue Bauflächen

Großbeeren Zuzugsort ringt um neue Bauflächen

Wo kann im rasant wachsenden Zuzugsort Großbeeren noch gebaut werden, wo finden die fast 10 000 Beschäftigten im GVZ arbeitsnah einen Platz zum Häuschenbauen? Um Antworten geben zu können, befasst sich der Gemeinderat zurzeit mit einem strategisch angelegten Wohnentwicklungsplan.

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Das Baugebiet Trebbiner Straße füllt sich mit dem Zuhause hunderter Häuslebauer, auch der vierte Bauabschnitt ist bald „gefüllt“.

Quelle: Jutta Abromeit

Großbeeren. Wo kann in der rasant wachsenden Gemeinde Großbeeren zwischen dem Stadtrand von Berlin und dem Güterverkehrszentrum, mit Bundesstraße 101 und Anhalter Bahn überhaupt noch gebaut werden? Wo finden Einheimische und die demnächst mehr als 10 000 Beschäftigten des GVZ Wohnungen nahe ihrem Arbeitsort? Mit zwei Beschlüssen kann der Gemeinderat Großbeeren nicht nur weitere Baugebiete im gesamten Ort festlegen, sondern auch umreißen, in welchen Arealen Bauherren Förderungen beantragen können.

Es geht um den Beschluss über einen Wohnentwicklungsplan mit integrierter politischer Umsetzung und um den Beschluss zur Festlegung von sogenannten Gebietskulissen zu diesem Plan. Die Mitglieder des Hauptausschusses befürworteten die Zustimmung, nun befindet der Gemeinderat am 29. Juni über die Annahme dieser Planungsgrundlagen.

Siedlungsdruck auf Zuzugsort

Wie berichtet hatte es im Ort vor anderthalb Jahren Zerwürfnisse zwischen Verwaltung und Volksvertretern gegeben, als es um den Mehrheitsverkauf der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Wobau ging. Der Streit hatte sich am äußerst lukrativen Areal An den Saufichten entzündet; dort kann noch auf mehr als 20  Hektar Baurecht geschaffen werden. Inzwischen gab es etliche Foren und Workshops zum Bauen und Wohnen in Großbeeren – und die Kommunalpolitiker sind sich einig: Dem riesigen Siedlungsdruck auf ihren Zuzugsort können sie nur gemeinsam begegnen. Die beiden vorliegenden Beschlussentwürfe sind ein Ergebnis der zurückliegenden Monate.

Grundsätzliches Ziel ist es, in der Gemeinde für alle Generationen geeigneten Wohnraum zu schaffen, zu erhalten und zu vermitteln. Dabei soll das besonders für Familien, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen in allen Einkommensbereichen gelten, vorrangig aber für untere und mittlere Einkommen. In den Unterlagen zu diesen Beschlüssen sind alle Bau-Vorranggebiete Wohnen und alle sogenannten Konsolidierungsgebiete genau aufgeführt. Es ist eine lange Liste in allen Orts- und bewohnten Gemeindeteilen, sowohl in Außen- als auch in Innenbereichen. Wer sich als Bauherr   – ob kommunal oder privat  – für bestimmte Flächen interessiert, erfährt Näheres dazu im Rathaus.

Gutspark Heinersdorf noch nicht auf der Liste

Eine Fläche gehört allerdings nicht zu dieser Liste: das Riesenareal Heinersorf Nord mit dem Gutshofgelände. Um den Status Wohnbau-Entwicklungsfläche dieses in einem Schutzgebiet liegenden Geländes streiten sich Land und Kommune wie berichtet. Nach dem mehr als zehn Jahre lang Zusagen dafür gab, wollten die übergeordneten Behörden vor kurzem völlig überraschend davon nichts mehr gewusst haben.

Von Jutta Abromeit

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