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Teltow-Fläming Zuzugsort will neue Schule mit Abi
Lokales Teltow-Fläming Zuzugsort will neue Schule mit Abi
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00:27 25.03.2018
Dieses Gebäude favorisiert die Stadt Ludwigsfelde für die neue Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Quelle: Foto: Abromeit
Ludwigsfelde

Die Schülerzahlen in Ludwigsfelde steigen in allen Jahrgängen so rasant, dass die Stadt eine neue Schule braucht. Außerdem hatten wie berichtet Eltern eine Gesamtschule mit Abitur-Möglichkeit gefordert, damit nicht mehr so viele Kinder nach Potsdam, Berlin oder in andere Orte fahren müssen und der Stadt verloren gehen.

Nun soll die Stadt einen Antrag auf Einrichtung einer solchen zusätzlichen weiterführenden Schule fürs Schuljahr 2019/20 ans Bildungsministerium stellen. Das empfehlen die Mitglieder des Sozialausschusses den Stadtverordneten einhellig.

Schulentwicklungsplan TF muss geändert werden

Soll dieses ehrgeizige Ziel tatsächlich erreicht werden, muss das Antragskonzept bis 27. April fertig und bis 5. Juni vom Stadtrat beschlossen sein. Bis Ende Juni müssen Kreisschulbeirat und Kreisschulkonferenz angehört sein, der Kreistag muss einer Änderung des Schulentwicklungsplans Teltow-Fläming zustimmen und bis 25. September muss der Antrag bei der Landesregierung vorliegen.

Das alles kann Ludwigsfelde nur anstreben, weil die Stadt ein Gebäude hat: Der früher als Doppelschule genutzte DDR-Standardbau an der Liebknecht-Straße war nach Schülerideen vor wenigen Jahren saniert worden. Derzeit belegt ihn zur Hälfte die Gottlieb-Daimler-Oberschule, in der anderen war zuletzt die Fontane-Grundschule aus dem Dichterviertel während ihrer 16-monatigen Sanierung untergebracht.

Nicht nur Schülerzahlen nehmen zu, auch ihr Anstieg wächst

Ob und welcher Bedarf einer neuen Schule tatsächlich besteht, das hatte die Stadt von der gemeinnützigen GmbH Kobra Net in Potsdam untersuchen lassen. Kobra-Projektleiterin Helena Horner stellte die Ergebnisse dem Ausschuss vor.

Danach steigen nicht nur die absoluten Schülerzahlen, sondern auch der Anstieg nimmt zu: Betrug die jährliche Geburtenrate in Ludwigsfelde von 2007 bis 2013 im Durchschnitt 196 Kinder pro Jahr, waren es in den Jahren danach bereits 239; voriges Jahr wurden 261 Kinder geboren.

Zwei sich gegenseitig steigernde Tendenzen

„Das sind nicht alles Ludwigsfelder Kinder, aber nicht alle Ludwigsfelder Kinder werden auch in der Stadt geboren“, so Horner. Und sie sagte: „Zu den Geburten kommen jedes Jahr vor allem in den neu entstehenden Häusern in der großen Siedlung Ludwigsdorf weitere Kinder und Familien. Beide Entwicklungen verstärken sich.“

Die Stadtverordnete Cornelia Hafenmayer (Linke/Filu) begrüßt eine Schulneugründung, hat jedoch auch Fragen. „Wir haben Lehrermangel, welchen Anreiz können wir Lehrern geben? Es fehlen auch Wohnungen, Kita-Plätze und Infrastruktur, das sollte man nicht losgelöst sehen“, sagt sie.

Über Genehmigungsschritte wird öffentlich informiert

„Der Lehrerbedarf sei auch so da, die Frage ist, wie kriegen wir es hin, harte und weiche Faktoren zu koordinieren“, so Bürgermeister Andreas Igel (SDP). Nicht jeder Lehrer in der Region wolle auch in Ludwigsfelde wohnen, sagte er, „und es ist eine Aufgabe, diese Schule mit angemessenem Personal auszustatten.“

Stimmen die Stadtverordneten den Schritten der Schulneugründung zu, soll das Konzept mit einer Arbeitsgruppe erstellt werden. Dieser Gruppe sollen der Landkreis, die Stadt Ludwigsfelde, die Schulaufsicht, Elternschaft sowie Grund- und Oberschulen angehören. Außerdem heißt es in der Beschlussbegründung, Fortschritte werden der Öffentlichkeit regelmäßig vorgestellt.

Von Jutta Abromeit

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