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Teltow-Fläming Zwangspause für das Schülercafé
Lokales Teltow-Fläming Zwangspause für das Schülercafé
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05:35 07.09.2016
Karola Renner (M.) mit einigen ihrer Mitstreiter. Quelle: Uwe Klemens
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Jüterbog

Auch wenn sie auf dem Abschiedsfoto lächeln: Ihre Enttäuschung verbergen können die Schüler, die bislang in jeder Hofpause hinter dem Tresen ihres Schülercafés standen und ihre Mitschüler und Lehrer mit Brötchen, Süppchen und Snacks versorgten, nicht. Fast ein halbes Jahr lang haben sie zusammen mit Schulleitung und Sozialarbeiter, Elternvertretern und Stadtverordneten für den Erhalt der Einrichtung gekämpft. Ab heute bleibt der Tresen verwaist. Für wie lange oder ob womöglich für immer, weiß derzeit niemand genau zu sagen.

Abgeordnete scheitern mit Unterstützungsversuchen

Ein letztes Mal schaute Karola Renner am Dienstag vorbei, nicht nur um hungrigen Schülern Brötchen zu verkaufen, sondern auch, um Adieu zu sagen. Zwei Jahre lang hatte sie das Schülerteam geleitet und war Ansprechpartnerin für die großen und kleinen Sorgen ihrer Schützlinge. Bemühungen, die mit dem alten Schuljahr ausgelaufene Förderung ihres Arbeitsplatzes durch das Jobcenter zu verlängern, sind gescheitert. Sowohl die Stadtverordnete und Kreistagsabgeordnete Maritta Böttcher (Linke) als auch der SPD-Landtagsabgeordnete Erik Stohn hatten sich darum bemüht.

Eingang zum Schülercafé an der Wiesenoberschule. Quelle: Uwe Klemens

Noch während der Sommerferien schien sich eine Wendung zum Positiven abzuzeichnen. Kurz vor dem Start ins neue Schuljahr kam seitens des Jobcenters die endgültige Absage, da eine Ausnahmeregelung nicht möglich sei. „In Aussicht gestellt wurde uns, dass die Stelle erhalten bleibt und mit jemand anderem besetzt wird“, sagt Schulleiter Ralf Mund enttäuscht, „aber wann das sein wird und ob es wirklich so geschieht, kann derzeit niemand sagen.“

Sozialarbeiterin: „Das hier war mein Leben.“

„Wir kämpfen für unsere Frau Renner“, steht noch immer auf einem kleinen Transparent neben der Eingangstür des Pausentreffs. Traurig sind nicht nur die Schüler, sondern auch die 59-Jährige, die nun über das Jobcenter einen Arbeitsplatz in einer Luckenwalder Jugendeinrichtung angeboten bekommen hat. „Schön, ja. Aber das hier war mein Leben“, sagt sie.

Von Uwe Klemens

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