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Zwei Discounter verhandeln über „Fuchsberge“

Jüterbog Zwei Discounter verhandeln über „Fuchsberge“

Für die Bewohner der Neuen Wohnstadt im Norden Jüterbogs bedeutet der Weg zum Supermarkt bislang weite Wege. Noch vor Verabschiedung des neuen Einzelhandels- und Zentrenentwicklungskonzepts, das einen Discounter ermöglichen soll, melden gleich zwei Supermarkt-Ketten Interesse an dem Standort an.

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Die Reste des zerstörten Getränkemarkts vor der Halle der „Gaststätte am Wasserturm“, die für einen Discounter weichen müsste.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Die Anwohner der Neuen Wohnstadt im Norden Jüterbogs dürfen sich Hoffnung auf einen Lebensmitteldiscounter an der Straße Fuchsberge machen. „Der Grundstückseigentümer und ein Interessent sind dabei, sich zu einigen“, teilte Bürgermeister Arne Raue (parteilos) auf Nachfrage von Stadtverordneten mit und bestätigte damit Verhandlungen zur Ansiedlung eines Markts im Stadtnorden.

Gelände ist in Privathand

Das fragliche Areal, auf dem bis zum Sommer 2016 die dann durch ein Feuer zerstörte Gaststätte „Wasserpfeifchen“ und der „Getränkemarkt am Wasserturm“ standen, gehört zwei Privatpersonen. Der vordere Teil ist im Besitz der Jüterbogerin Ingrid Wieland-Otto, deren Ehemann Hans-Jürgen Otto Inhaber des Getränkemarkts war. Der größere Teil dahinter gehört einem Privatmann aus Kyritz (Ostprignitz-Ruppin). „Zwei verschiedene Discounter-Ketten interessieren sich für den Standort und wir sind im Gespräch“, sagt Hans-Jürgen Otto. „Ein Verkauf steht an“, ist er überzeugt und schließt in seine Zuversicht den Besitzer des hinteren Grundstücks ein.

Die ehemalige Gaststätte und das Heizhaus mit seinem Schornstein würden dann dem Supermarkt und dem dazugehörigen Parkplatz weichen. Rund 9000 Quadratmeter umfasst das Gelände. Wenn es zu einer Einigung kommt, könnte dort ein Discounter mittlerer Größe mit maximal 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche errichtet werden.

Ausschusssitzung am Mittwoch um 18 Uhr

So sieht es zumindest das neue Einzelhandels- und Zentrenentwicklungskonzept (EZEK) für Jüterbog vor. Darin muss der Standort für den Discounter erst einmal festgesetzt werden. Der aktuelle Entwurf des EZEK ist am Mittwoch ab 18 Uhr auch Thema der gemeinsamen Sitzung des Bauausschusses und des Ausschusses für Wirtschaftsförderung im Rathaus.

Die mit dem Konzept beauftragte Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung GMA soll den Ausschüssen kurz der Einbringung in die Stadtverordnetenversammlung erläutern, welche Änderungen es im Konzeptentwurf gibt. Neben den Rahmenbedingungen für den Einzelhandel wie den Discounter-Standorten beschreibt das EZEK zahlreiche Maßnahmen, welche die Einzelhändler im Jüterboger Zentrum direkt betreffen.

Von Peter Degener

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