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Teltow-Fläming Zwei Drittel öffentlicher Gebäude sind barrierefrei
Lokales Teltow-Fläming Zwei Drittel öffentlicher Gebäude sind barrierefrei
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00:19 12.01.2018
Das Gemeindehaus in Frankenfelde ist derzeit eingerüstet und soll barrierefrei saniert werden. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Dass Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer oder auch Eltern mit Kinderwagen öffentliche Einrichtungen in der Kreisstadt schwellenfrei erreichen können, ist eines der Hauptanliegen der Luckenwalder Einwohner. Im jüngsten Bürgerhaushalt landete die Forderung nach Barrierefreiheit in und an allen öffentlichen Gebäuden bei der Abstimmung mit 138 Stimmen auf Platz 9 unter 96 Vorschlägen.

Die Stadtverwaltung hat inzwischen alle 44 öffentlichen Gebäude unter die Lupe genommen und den Stadtverordneten das Ergebnis in einer Informationsvorlage mitgeteilt. Demnach sind 29 der 44 Gebäude bereits barrierefrei zugänglich. Dazu zählen unter anderem das Rathaus, der Schulkomplex Jahnstraße, das Museum und Stadttheater, die Bibliothek im Bahnhof oder die Luckenwalder Tafel, die alle über einen Fahrstuhl zu erreichen sind. Auch einige Kitas sind für mobilitätseingeschränkte oder gehandicapte Menschen kein Problem.

Nachholbedarf in der Arndt- und der Ebert-Grundschule

Nachholebedarf gibt es hingegen unter anderem im Stadtverwaltungsgebäude in der Theaterstraße, in der Arndt- und der Ebert-Grundschule, im Jugendzentrum Go7, in der Ringerhalle und am Sportplatz Baruther Tor sowie im Gemeindehaus Frankenfelde.

Eine Prioritätenliste für die verbleibenden 15 Gebäude, wie sie Carsten Nehues (CDU) fordert, gibt es nicht. Die bislang noch nicht barrierefrei zugänglichen Gebäude sollen – wie bisher praktiziert – im Zuge der anstehenden Generalsanierungen behindertenfreundlich umgerüstet werden.

Aktuell wird die barrierefreie Erschließung des Luckenwalder Friedrich-Ebert-Grundschule und des Gemeindehauses in Frankenfelde vorbereitet. Für die beiden Objekte konnten Fördermittel eingeworben werden. Das Gemeindehaus im Ortsteil Frankenfelde ist bereits eingerüstet und soll unter anderem einen Aufzug erhalten. Ein Förderscheck über mehr als 311 000 Euro für die Ebert-Schule wurde im Dezember übergeben, die Arbeiten zur Schaffung eines Fahrstuhls, einer Rampe und behindertengerechter Toiletten beginnen dort in diesem Jahr.

Hauptstrategie: Fördermittel erschließen

„Es gibt kein Ranking“, sagte Amtsleiter Ingo Reinelt bei der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten, „über eine Sanierung der anderen Gebäude wird von Fall zu Fall entschieden. Unsere Hauptstrategie heißt, Fördermittel zu erschließen.“ Biete sich außerhalb der Generalsanierung die Chance auf Fördermittel, so werde die Verwaltung sie nutzen, sagte Reinelt.

Nehues verwies darauf, dass der Rathaus-Aufzug zwar die Möglichkeit bietet, ohne fremde Hilfe Höhenunterschiede zu überbrücken, ihm als Stadtverordneten sei jedoch außerhalb der Öffnungszeiten nicht jederzeit der Zugang möglich. „Die Möglichkeit zur gleichberechtigten Teilhabe kann durch einen von innen abgeschlossenen Fahrstuhl nicht erreicht werden“, so Nehues.

Von Elinor Wenke

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